Ökonomen von TD Securities erwarten, dass das Beschäftigungswachstum in den USA im Februar deutlich nachlässt. Die sogenannten Nonfarm Payrolls dürften demnach nur um 60.000 Stellen zulegen. Im privaten Sektor rechnen die Experten mit 70.000 neuen Jobs, während im Staatssektor ein Rückgang um 10.000 Stellen erwartet wird. Die Arbeitslosenquote sehen sie stabil bei 4,3 Prozent. Die durchschnittlichen Stundenlöhne dürften um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 3,7 Prozent im Jahresvergleich steigen. Risiken sehen die Ökonomen eher in Richtung einer Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent sowie einer schwächeren Beschäftigungsentwicklung im Gesundheitssektor.
„Wir erwarten, dass die Gesamtzahl der neu geschaffenen Stellen laut Nonfarm Payrolls im Februar auf 60.000 zurückgeht, nachdem sie im Januar überraschend stark um 130.000 gestiegen war. Wir rechnen mit 70.000 neuen Stellen im privaten Sektor und einem Rückgang von 10.000 im Staatsdienst.“
„Wir hatten bereits erwartet, dass ein großer Teil der Abschwächung bei den privaten Beschäftigten aus dem Gesundheitssektor kommen wird, der im vergangenen Monat den Großteil der starken Entwicklung getragen hat – teilweise aufgrund von Birth-Death-Anpassungen, die sich wieder normalisieren könnten.“
„Zudem erwarten wir, dass sich die Arbeitslosenquote weiter stabilisiert und bei 4,3 Prozent bleibt. Zu beachten ist, dass das U.S. Bureau of Labor Statistics in diesem Bericht eine Bevölkerungsanpassung vornehmen wird und auch die Januar-Zahlen überarbeitet, was sich ebenfalls auf die Arbeitslosenquote auswirken könnte.“
„Die Risiken für diesen Bericht sind eher auf der dovishen Seite. Wir sehen eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent als für einen Rückgang auf 4,2 Prozent. Da im Januar weniger Neueintritte und Wiedereintritte in den Arbeitsmarkt die Quote nach unten gedrückt haben, könnte es im Februar zu einer stärkeren Gegenbewegung kommen als erwartet.“
„Wir erwarten, dass sich das Wachstum der durchschnittlichen Stundenlöhne auf 0,2 Prozent im Monatsvergleich abschwächt, was einem Anstieg von 3,7 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Der 12. Februar fiel auf einen Donnerstag, was tendenziell zu schwächeren Werten bei den Stundenlöhnen führt.“