GBP/USD gewinnt nach leichten Verlusten am Vortag an Boden und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Montag um 1,3450. Das Paar steigt, da der US-Dollar (USD) im Zuge nachlassender Risikoaversion nach Berichten, dass die Vereinigten Staaten (US) und Iran sich auf ein Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus geeinigt haben, nachgibt.
Die New York Times berichtete am Sonntag, dass US-Präsident Trump sagte, das mit Iran erzielte Abkommen werde letztlich sicherstellen, dass die Straße von Hormus „dauerhaft gebührenfrei“ sei.
Bloomberg berichtete am Sonntag, dass der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif sagte, die Vereinigten Staaten (US) und Iran hätten sich auf ein Abkommen geeinigt, um ihren fast viermonatigen Krieg zu beenden, wobei beide Seiten die sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich im Libanon, erklärten.
Der Nationale Sicherheitsrat Irans bestätigte eine Waffenstillstandsvereinbarung mit den USA und fügte hinzu, dass die abschließenden Verhandlungen über das Abkommen beginnen werden, nachdem die andere Partei die Verpflichtungen aus dem Memorandum of Understanding erfüllt hat. Iranische Beamte erklärten, die maritime Blockade gegen Iran sollte sofort und vollständig aufgehoben werden.
Eine Kontraktion der britischen Wirtschaft um 0,1 % im April, der erste monatliche Rückgang seit August, hat erhebliche Zweifel daran geweckt, ob die Bank of England (BoE) die Zinssätze weiterhin zur Bekämpfung der Inflation anheben wird. Während allgemein erwartet wird, dass die Zentralbank die Zinssätze bei ihrer bevorstehenden Sitzung am Donnerstag unverändert lässt, beobachten die Anleger vorgezogene Inflations- und Beschäftigungsdaten genau, um eine klarere Richtung zu erhalten.
Zu dieser wirtschaftlichen Unsicherheit kommt die Nachwahl in Makerfield am 18. Juni hinzu, bei der eine starke Leistung von Labour-Kandidat Andy Burnham auf eine Verschiebung hin zu expansiveren Fiskalpolitiken hindeuten könnte. Dies erhöht den Druck auf Premierminister Keir Starmer, der bereits mit intensiven innerparteilichen Meinungsverschiedenheiten und einer Rekordunzufriedenheit der Wähler mit seiner wirtschaftlichen Führung zu kämpfen hat.
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.