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USD/CHF stabilisiert sich nahe 0,7900, da geldpolitische Entscheidungen von Fed und SNB bevorstehen

Quelle Fxstreet
  • USD/CHF hat seine täglichen Gewinne trotz der vorsichtigen Stimmung rund um die Fed-Entscheidung im März verloren.
  • Es wird erwartet, dass die Fed ihren Leitzins am Mittwoch im Bereich von 3,50 %–3,75 % unverändert lässt.
  • Der Schweizer Franken könnte Unterstützung durch die Nachfrage nach sicheren Anlagen angesichts anhaltender geopolitischer Risiken finden.

USD/CHF bleibt flach, nachdem die täglichen Gewinne reduziert wurden, und handelt während der europäischen Handelsstunden am Dienstag bei etwa 0,7880. Der US-Dollar (USD) gewann gegenüber seinen Mitbewerbern an Boden, da die Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed) in naher Zukunft aufgrund steigender Inflationssorgen, die mit den steigenden Ölpreisen im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten verbunden sind, nachließen.

Die Märkte erwarten allgemein, dass die US-Zentralbank ihren Leitzins bei der Sitzung am Mittwoch im Bereich von 3,50 %–3,75 % unverändert lässt, so das CME FedWatch Tool. Wenn die Fed die Zinsen stabil hält, wäre dies die zweite aufeinanderfolgende Pause nach dem vorherigen Lockerungszyklus der Zentralbank.

Der Greenback sah sich jedoch Herausforderungen gegenüber, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen nachließ und die Ölpreise nachgaben, nachdem mehrere Tanker sicher die Straße von Hormuz durchquerten, während von den großen Volkswirtschaften erwartet wird, dass sie Erdölreserven freigeben, um potenzielle Versorgungsunterbrechungen auszugleichen.

US-Finanzminister Scott Bessent sagte, dass die Vereinigten Staaten Iran weiterhin erlauben, Rohöl durch die Straße von Hormuz zu verschiffen, während Präsident Donald Trump Unterstützung von anderen Ländern sucht, um die kommerziellen Aktivitäten in dieser wichtigen Wasserstraße zu schützen.

Der Schweizer Franken (CHF) könnte jedoch Unterstützung durch die Nachfrage nach sicheren Anlagen angesichts der anhaltenden geopolitischen Risiken gewinnen. Der Konflikt im Nahen Osten stellt eine erhebliche Bedrohung für die globale Wirtschaft dar, da er den Inflationsdruck anheizt und die Wahrscheinlichkeit höherer Zinssätze erhöht. Es wird erwartet, dass die Schweizer Zentralbank ihre Zinsen bei 0 % unverändert lässt.

Der Aufwärtstrend des Frankens könnte jedoch begrenzt sein, nachdem die Schweizerische Nationalbank (SNB) eine wachsende Bereitschaft signalisiert hat, am Devisenmarkt zu intervenieren. Die Zentralbank ist besorgt, dass eine anhaltende Währungsaufwertung im aktuellen Risikoumfeld deflationäre Tendenzen auslösen könnte.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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