Die Dow Jones-Futures fallen um 0,27% und notieren während der europäischen Handelsstunden bei etwa 46.850, bevor der reguläre US-Markt am Dienstag öffnet. S&P 500- und Nasdaq 100-Futures fallen um 0,50% bzw. 0,58% und notieren zum Zeitpunkt der Erstellung bei etwa 6.670 und 24.530.
Die US-Aktienfutures sind gefallen, da ein erneuter Anstieg der Ölpreise die Inflationssorgen verstärkt hat, die durch eskalierende Angebotsrisiken aus dem Nahen Osten ausgelöst wurden. Die Rohölpreise sind stark gestiegen, da der Hormuskanal weitgehend geschlossen bleibt, was die Ängste vor längeren Unterbrechungen der globalen Energieflüsse verstärkt.
Die Spannungen in der Region haben sich verschärft, nachdem der Iran die Angriffe auf kritische Energieinfrastruktur verstärkt hat. Ein kürzlicher Drohnenangriff löste ein Feuer in der Ölindustriezone Fujairah der VAE aus, wobei keine Verletzten gemeldet wurden. Der Vorfall hat die Marktängste über die Stabilität wichtiger Öltransit- und Lagerzentren verstärkt.
In der Zwischenzeit haben sich die geopolitischen Spannungen vertieft. Mehrere Länder haben sich geweigert, den Aufforderungen von US-Präsident Donald Trump nachzukommen, Marine-Eskorten für Tanker bereitzustellen, die durch den Kanal fahren. Trump kritisierte die westlichen Verbündeten und beschuldigte sie, jahrelange US-Unterstützung nicht zu erwidern, was die diplomatischen Beziehungen weiter belastet.
Die Finanzmärkte passen sich auch den inflationsbedingten Auswirkungen steigender Ölpreise an. Hohe Energiekosten werden als ein zentrales Risiko für die Preisstabilität angesehen, was die Aussichten für die Geldpolitik kompliziert. Die Erwartungen an kurzfristige Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) haben nachgelassen, da die Inflationssorgen wieder aufkommen.
Laut dem CME FedWatch Tool erwarten die Händler allgemein, dass die Fed ihren Leitzins bei der bevorstehenden Sitzung am Mittwoch im Bereich von 3,50%–3,75% unverändert lässt. Sollte dies beibehalten werden, würde dies eine zweite aufeinanderfolgende Pause markieren und Vorsicht inmitten wachsender wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten signalisieren.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.