Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, zieht einige Käufer an, nachdem er am Vortag von seinem höchsten Stand seit Mai 2025 zurückgegangen ist. Der Index hält sich während der frühen europäischen Sitzung am Dienstag bei moderaten intraday Gewinnen und notiert derzeit um die psychologische 100,00-Marke, mit einem Anstieg von über 0,20% im Tagesverlauf.
Da der US-Israel-Konflikt mit dem Iran in die dritte Woche geht, schüren die Störungen im Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz – einem wichtigen Engpass für ein Fünftel des globalen Ölangebots – weiterhin Inflationssorgen. Die Anleger scheinen nun überzeugt, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinssenkungen aufgrund der durch den Krieg bedingten Preiserhöhungen bei den Verbraucherpreisen aufschieben könnte, was wiederum dem US-Dollar (USD) hilft, an positiver Dynamik zu gewinnen. Bullen könnten jedoch entscheiden, auf das Ergebnis eines zweitägigen FOMC-Meetings am Mittwoch zu warten, bevor sie aggressive Wetten platzieren.
Aus technischer Sicht ist die kurzfristige Tendenz leicht bullish, da der DXY deutlich über dem steigenden 100-Perioden-Gleitenden Durchschnitt (MA) auf dem 4-Stunden-Chart bleibt, was eine intakte Aufwärtsstruktur trotz der letzten Pause unterstreicht. Darüber hinaus bleibt der Relative Strength Index (RSI) um 58 über der 50-Mittellinie, was darauf hindeutet, dass die Käufer weiterhin die Kontrolle behalten, während die überkauften Bedingungen, die zuvor über 70 lagen, nachgelassen haben.
Dennoch ist das Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) in den neutralen Bereich gefallen, und die MACD-Linie schwebt nun nahe der Signallinie, was auf nachlassendes Aufwärtsmomentum nach dem jüngsten Anstieg hindeutet. Daher wird es ratsam sein, auf Anschlusskäufe über 100,50 zu warten, bevor man sich für weitere Gewinne positioniert. Ein entscheidender Durchbruch würde den Weg in den Bereich von 100,90–101,00 öffnen.
Auf der Unterseite entsteht die erste Unterstützung im psychologischen Bereich von 100,00, und ein nachhaltiger Halt über dieser Marke würde die bullish Tendenz aufrechterhalten. Darauf folgt 99,80 und dann die Region 99,50. Ein Durchbruch unter 99,50 würde den Fokus auf eine tiefere Korrekturphase verschieben und die 99,00-Marke sowie die dynamische Unterstützung des 100-Perioden-MA knapp darunter freilegen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.