Das Paar GBP/USD handelt am frühen Mittwoch im europäischen Handel vorsichtig nahe dem Dienstagstief um 1,3450. Das Cable steht unter Druck, da die Anleger angesichts der Dauerhaftigkeit des Waffenstillstands zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran vorsichtig werden, nachdem Washington Angriffe auf den Süden Irans durchgeführt hat.
Am Dienstag verurteilte Iran die US-Angriffe auf iranische Boote und seine Raketenangriffe, die vom US-Zentralkommando als „defensive“ Maßnahmen beschrieben wurden. Am selben Tag berichtete die Islamische Revolutionsgarde Irans (IRGC), dass sie ein feindliches Flugzeug identifiziert habe, das in ihren Luftraum eingedrungen sei, und einen MQ-9-Drohne abgefangen habe.
Unterdessen haben Äußerungen des US-Außenministers Marco Rubio, dass die Finalisierung des Abkommens mit Iran einige Tage dauern könnte, die Hoffnungen auf einen frühen Durchbruch in den US-Iran-Verhandlungen gedämpft.
Neben den geopolitischen Spannungen belasten auch sinkende UK-Gilts-Renditen aufgrund nachlassender Hoffnungen auf eine kurzfristige Zinserhöhung durch die Bank of England (BoE) das britische Pfund (GBP). Am Dienstag fielen die 10-jährigen UK-Gilts-Renditen auf 4,82 %, den niedrigsten Stand seit über einem Monat.
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert der US Dollar Index (DXY) unverändert um 99,00, während die Anleger auf die am Donnerstag geplanten US-Daten zum Personal Consumption Expenditure Price Index (PCE) für April warten.

GBP/USD notiert zum Zeitpunkt der Erstellung leicht höher bei rund 1,3450. Der kurzfristige Ton des Paares bleibt unsicher, da es Schwierigkeiten hat, über den 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,3470 zurückzukehren. Der Gesamtrend des Paares erscheint seitwärts im Rahmen der symmetrischen Dreiecksformation, die eine Unentschlossenheit unter den Anlegern widerspiegelt.
Der Relative Strength Index (RSI) schwankt innerhalb der Zone von 40,00 bis 60,00 und zeigt einen Seitwärtstrend an.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am 20-Perioden-EMA bei etwa 1,3470; ein nachhaltiger Durchbruch über dieses Niveau wäre erforderlich, um den kurzfristigen Druck zu verringern, bevor die nächste Hürde an der abwärts gerichteten Widerstandstrendlinie nahe 1,3618 erreicht wird. Auf der Unterseite könnte das Paar in Richtung der aufwärts geneigten Grenze bei etwa 1,3333 fallen, wenn es unter das Tief vom 26. Mai bei 1,3434 fällt.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.