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Kanadischer Dollar gibt Gewinne ab, da US-Iran-Spannungen und hawkische Fed-Aussichten den US-Dollar stützen

Quelle Fxstreet
  • Der Kanadische Dollar gibt einen Teil seiner Intraday-Gewinne ab, da geopolitische Risiken und Zinserhöhungserwartungen der Fed den US-Dollar stützen.
  • USD/CAD notiert nahe den Niveaus vom April 2025 und steht vor dem vierten wöchentlichen Anstieg in Folge.
  • Sinkende Ölpreise begrenzen die Gewinne des rohstoffgebundenen Kanadischen Dollars, da WTI auf den niedrigsten Stand seit Anfang März fällt.

Der Kanadische Dollar gibt einen Teil seiner Intraday-Gewinne ab, da die Unsicherheit über ein endgültiges US-Iran-Friedensabkommen und Erwartungen einer restriktiven Federal Reserve (Fed) dem US-Dollar helfen, einige seiner Verluste wieder aufzuholen, nachdem er durch den am Donnerstag veröffentlichten, weitgehend erwartungsgemäßen US-Bericht zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) unter Druck geraten war.

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts notiert USD/CAD bei rund 1,1491, nahe den zuletzt im April 2025 gesehenen Niveaus. Das Währungspaar bleibt auf Kurs für den vierten wöchentlichen Anstieg in Folge.

US-Präsident Donald Trump erklärte auf Truth Social, dass der Iran "mindestens vier Einweg-Angriffs-Drohnen" auf Schiffe im Persischen Golf gestartet habe, und bezeichnete den Vorfall als "einen törichten Verstoß gegen unsere Waffenstillstandsvereinbarung."

Die Vereinigten Staaten und der Iran hatten Anfang dieses Monats ein 60-tägiges Memorandum of Understanding (MoU) erreicht, doch die jüngste Gesprächsrunde zeigte, dass weiterhin Differenzen hinsichtlich der Inspektionen des iranischen Atomprogramms und der zukünftigen Verwaltung der Straße von Hormus bestehen.

Auf der geldpolitischen Seite zeigten die jüngsten US-PCE-Daten, dass die Kerninflation relativ eingedämmt blieb, was darauf hindeutet, dass die Fed bei Zinserhöhungen geduldig bleiben könnte. Dennoch unterstützt die Beschleunigung der Gesamtinflation die Ansicht, dass die Fed die Zinsen später in diesem Jahr anheben könnte.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, notiert bei rund 101,35, nachdem er Anfang der Woche ein mehr als einjähriges Hoch nahe 101,80 erreicht hatte.

Händler preisen derzeit eine 60%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed im September ein, nach 70% vor einer Woche, so das CME FedWatch Tool.

Der Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Neel Kashkari, sagte am Freitag: "Ich habe eine Zinserhöhung für 2026 eingeplant" und fügte hinzu: "Ich sehe die Zinsen 2027 auf dem aktuellen Niveau." Kashkari äußerte auch: "Ich bin besorgt über die Inflation, insbesondere im Dienstleistungssektor."

Unterdessen begrenzen sinkende Ölpreise, da der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus sich allmählich verbessert, die Gewinne des rohstoffgebundenen Loonie, angesichts der Rolle Kanadas als bedeutender Rohölexporteur. West Texas Intermediate (WTI) notiert bei rund 69,20 US-Dollar, dem niedrigsten Stand seit Anfang März und einem Rückgang von etwa 9,5% in dieser Woche.

Der Fokus richtet sich nun auf den Wirtschaftskalender der nächsten Woche, einschließlich des kanadischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für April, des US-Berichts zu den Nonfarm Payrolls (NFP) sowie der Reden von Federal Reserve Chair Kevin Warsh und Bank of Canada Gouverneur Tiff Macklem.

Arbeitsmarkt - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Arbeitsmarkt gilt als entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Stabilität eines Landes und beeinflusst maßgeblich den Wert einer Währung. Hohe Beschäftigung und geringe Arbeitslosigkeit tragen zu einer starken Binnennachfrage bei und stützen das Wirtschaftswachstum, was wiederum die Landeswährung stärkt. Ein besonders angespannter Arbeitsmarkt – also ein Mangel an Arbeitskräften – kann zudem inflationsfördernd wirken, da steigende Löhne bei knappen Arbeitskräften oft die Folge sind, was die Geldpolitik beeinflusst.

Das Lohnwachstum in einer Volkswirtschaft ist ein entscheidender Indikator für die Geldpolitik. Steigende Löhne bedeuten mehr Konsumausgaben, was in der Regel die Preise antreibt. Im Gegensatz zu volatilen Preistreibern wie Energie gilt das Lohnwachstum als stabiler Inflationsfaktor, da Gehaltserhöhungen schwer zurückgenommen werden können. Zentralbanken achten daher stark auf Lohnwachstumsdaten bei der Festlegung ihrer geldpolitischen Maßnahmen.

Das Gewicht, das Zentralbanken den Arbeitsmarktbedingungen beimessen, variiert je nach ihren Zielen. Einige Institutionen haben explizit erweiterte Mandate, die über die reine Inflationskontrolle hinausgehen und den Arbeitsmarkt betreffen. So verfolgt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das doppelte Ziel, sowohl maximale Beschäftigung als auch stabile Preise zu fördern. Im Gegensatz dazu konzentriert sich die Europäische Zentralbank (EZB) ausschließlich darauf, die Inflation im Zaum zu halten. Dennoch spielen die Entwicklungen am Arbeitsmarkt für alle Notenbanken eine zentrale Rolle, da sie ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Gesamtlage sind und in enger Verbindung mit der Inflationsentwicklung stehen.

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