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Stilwechsel bei der KI-Rallye: Goldman Sachs rät zum Verkauf von Chipaktien, zum Zukauf von Cloud-Anbietern wie Amazon und Microsoft

Quelle Tradingkey

TradingKey - Am 26. Juni ostamerikanischer Zeit verschob sich die Anlegerstimmung für die KI-Rallye am US-Aktienmarkt, obwohl diese Anomalie auf Indexebene nicht offensichtlich war. Die drei großen US-Aktienindizes zeigten sich heute kaum verändert: Der Dow Jones Industrial Average gab um 0,03 % auf 51.903,34 Punkte nach; der Nasdaq Composite Index sank leicht um 0,01 % auf 25.356,26 Punkte; und der S&P 500 Index stieg um 0,09 % auf 7.363,84 Punkte.

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[Quelle: FutuBull]

Auf Sektorebene erlitten jedoch die zuvor starken KI-Infrastrukturaktien heute Rückschläge, da sich die Sorgen über kontinuierlich steigende Kosten für die KI-Infrastruktur verschärften, wobei sowohl Speicher- als auch Chipaktien fielen. Unter ihnen verlor SanDisk (SNDK) 9,22 %, Marvell Technology (MRVL) fiel um 5,31 %, Lam Research (LRCX) gab um 4,90 % nach, Arm Holdings (ARM) sank um 4,83 %, Micron Technology (MU) verbilligte sich um 4,60 %, Qualcomm (QCOM) fiel um 3,70 % und Intel (INTC) gab um 3,52 % nach.

Die „Magnificent Seven“ (MAG7) trotzten jedoch dem Trend und legten heute eine Rallye hin. Mit Ausnahme von Google und Nvidia verzeichneten die übrigen uns fünf Aktien allesamt Gewinne. Microsoft (MSFT) stieg um 5,30 %, Meta Platforms (META) kletterte um 2,28 %, Tesla (TSLA) gewann 2,23 % hinzu, Apple (AAPL) legte um 2,07 % zu und Amazon (AMZN) verbesserte sich um 1,56 %.

Goldman Sachs erklärte diesen Trend mit einer Verschiebung der Allokationsstile innerhalb der KI-Rallye und empfahl eine Rotation vom hochvolatilen Halbleitersektor hin zu den Cloud-Computing-Riesen.

Der Halbleitersektor hat die Gewinne in diesem KI-Bullenmarkt angeführt, wobei der Philadelphia Semiconductor Index innerhalb eines Jahres um 150 % in die Höhe schoss. Massive Kapitalzuflüsse über gehebelte Instrumente wie ETFs und Optionen haben zu einer Überkonzentration des Handels („Crowded Trade“) geführt, was eine erhebliche Anhäufung von Volatilitätsrisiken zur Folge hatte.

Die Strategen von Goldman Sachs raten Anlegern, im Chipsektor in moderatem Maße Gewinne mitzunehmen und ihre Allokationen in führende Cloud-Dienstleister und Tech-Riesen wie Amazon, Microsoft und Meta zu diversifizieren.

Das Investmenthaus stellte fest, dass frühere Marktsorgen über steigende Investitionsausgaben der Cloud-Anbieter für den Ausbau von Rechenzentren – was die Gewinne zu schmälern drohte – dazu geführt hatten, dass die Tech-Giganten vorübergehend hinter dem Chipsektor zurückblieben. Da sich der KI-Boom jedoch weiter bestätigt, bieten Cloud-Dienstleister als letztendliche Abnehmer der Rechenleistung eine höhere langfristige Ertragssicherheit und dienen somit als Absicherung gegen die zyklischen Angebots- und Nachfrageschwankungen der Halbleiterindustrie.

Das Investmenthaus stellte ferner fest, dass die Entspannung der Schifffahrtsprobleme in der Straße von Hormus den geopolitischen Inflationsdruck gemildert hat, was die Inflationserwartungen nach unten drückt. Gleichzeitig stützen die anhaltenden Investitionen in KI weiterhin die Unternehmensgewinne und steigern die Risikobereitschaft des Marktes. Beide Faktoren begünstigen das Investitionsumfeld.

Gleichzeitig warnte Goldman Sachs, dass der Optimismus der Anleger zwar derzeit hoch sei, dies jedoch nicht bedeute, dass die Rallye ihren Höhepunkt erreicht habe. Sollten sich jedoch die fundamentalen Treiber oder geopolitischen Faktoren abschwächen, sei eine vorübergehende Marktkorrektur sehr wahrscheinlich, weshalb Anleger über Sektoren hinweg diversifizieren müssten, um sich gegen Volatilitätsrisiken abzusichern.

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