Das Paar USD/JPY verzeichnet während der asiatischen Handelsstunden am Freitag moderate Gewinne nahe 162,40. Der US-Dollar (USD) gewinnt gegenüber dem japanischen Yen (JPY) an Stärke, da die Vereinigten Staaten (USA) zum sechsten Mal in Folge eine neue Angriffswelle gegen den Iran starten. Die Händler werden später am Freitag die vorläufigen Daten des Michigan Consumer Sentiment Index für Juli im Auge behalten.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte am Donnerstag laut BBC mit, dass es zum sechsten Mal in Folge eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet habe. Das US-Militär erklärte, die Angriffe seien darauf ausgerichtet, die iranischen Militärkapazitäten „weiter zu schwächen“, bevor es mitteilte, dass es im Rahmen seiner Blockade der Straße von Hormus ein Schiff geentert habe.
Die iranischen Staatsmedien berichteten, dass US-Raketen in der Nähe der Insel Qeshm, nahe der Meerenge, sowie in Bandar Abbas und Bushehr, dem Standort eines Kernkraftwerks, eingeschlagen seien. Anfang dieser Woche drohte US-Präsident Donald Trump, die Brücken und Kraftwerke des Iran anzugreifen, falls das Land nicht zu Verhandlungen zurückkehre. Erneute Feindseligkeiten in Hormus könnten den Greenback gegenüber dem JPY kurzfristig stärken.
Die Kyodo News Agency berichtete am Freitag, dass die japanische Regierung in ihrem Wirtschaftsplan festhalten werde, dass Entscheidungen über spezifische geldpolitische Instrumente der Bank of Japan (BoJ) überlassen werden sollten. Eine endgültige Version des Plans wird außerdem festhalten, dass die Regierung „bis Anfang August“ eine Entscheidung darüber treffen wird, ob und in welchem Umfang Japan die 8%ige Verbrauchssteuer auf Lebensmittel senken wird.
Die Händler bleiben wachsam gegenüber möglichen Interventionen japanischer Behörden. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am Freitag, dass die Behörden bereit seien, bei Währungsbewegungen jederzeit zu handeln.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.