USD/CHF handelt zum Zeitpunkt der Erstellung am Freitag um 0,8070 und liegt damit 0,22 % unter dem Tagesniveau. Das Paar steht weiterhin unter Druck, da die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Schweizer Franken (CHF) die moderate Unterstützung für den US-Dollar (USD) nach den stärker als erwarteten US-Verbraucherstimmungsdaten ausgleicht.
Der vorläufige University of Michigan Consumer Sentiment Index stieg im Juli auf 54,4 von 49,5 im Juni und übertraf damit die Markterwartungen. Der Current Conditions Index kletterte von 47,7 auf 54,9, während der Expectations Index sich von 50,7 auf 54 verbesserte, was auf ein wachsendes Vertrauen der US-Haushalte hinweist. Die Inflationserwartungen waren gemischt, wobei der Einjahresausblick von 4,6 % auf 4,2 % nachgab, während die Fünfjahresprognose unverändert bei 3,3 % blieb, was Anzeichen dafür verstärkt, dass der Preisdruck allmählich nachlässt. Nach der Veröffentlichung blieb der US-Dollar-Index (DXY) nach der Erholung am Donnerstag moderat um 100,80 gestützt.
Der Greenback sieht sich jedoch weiterhin Gegenwind ausgesetzt, nachdem der US-Verbraucherpreisindex (CPI) diese Woche schwächer als erwartet ausgefallen ist und der Erzeugerpreisindex (PPI) unerwartet zurückging. Diese Daten führten dazu, dass die Märkte eine kurzfristige Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) ausschließen, obwohl die Erwartungen hinsichtlich einer möglichen Bewegung im September geteilt bleiben.
Unterdessen stützen die geopolitischen Spannungen weiterhin den Schweizer Franken. Reuters berichtete, dass der Iran die Huthi-Rebellen im Jemen angewiesen hat, sich auf die Schließung der strategischen Ölroute am Roten Meer vorzubereiten, falls die Vereinigten Staaten (US) iranische Infrastruktur angreifen. Die Nachrichtenagentur Tasnim meldete zudem Explosionen in Bandar Abbas, Qeshm und Ahvaz, während weitere Detonationen in Kuwait und bis nach Basra zu hören waren. Gleichzeitig warnte die Islamische Revolutionsgarde Irans vor weiteren Vergeltungsmaßnahmen gegen die Vereinigten Staaten und Länder, die US-Militärbasen beherbergen, was die Nachfrage nach traditionellen sicheren Häfen aufrechterhält.
In der Schweiz beließ die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren Leitzins auf der Juni-Sitzung unverändert bei 0 %, während sie anerkannte, dass die geopolitischen Spannungen die kurzfristigen Inflationsrisiken erhöht haben. Dennoch sind OCBC-Analysten der Ansicht, dass das Aufwärtspotenzial des Schweizer Frankens begrenzt bleibt, da die Bereitschaft der SNB, am Devisenmarkt zu intervenieren, weiterhin die Attraktivität der Währung als sicherer Hafen einschränkt. Laut der Bank sollte das niedrige Zinsumfeld in der Schweiz trotz des sich verschlechternden geopolitischen Umfelds weiterhin auf den Schweizer Franken drücken.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Schweizer Franken (CHF) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Schweizer Franken war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.03% | 0.20% | 0.02% | -0.23% | 0.22% | -0.01% | -0.22% | |
| EUR | -0.03% | 0.19% | -0.02% | -0.29% | 0.20% | -0.04% | -0.26% | |
| GBP | -0.20% | -0.19% | -0.24% | -0.47% | 0.00% | -0.21% | -0.44% | |
| JPY | -0.02% | 0.02% | 0.24% | -0.24% | 0.22% | -0.03% | -0.23% | |
| CAD | 0.23% | 0.29% | 0.47% | 0.24% | 0.46% | 0.23% | 0.00% | |
| AUD | -0.22% | -0.20% | -0.01% | -0.22% | -0.46% | -0.25% | -0.46% | |
| NZD | 0.00% | 0.04% | 0.21% | 0.03% | -0.23% | 0.25% | -0.21% | |
| CHF | 0.22% | 0.26% | 0.44% | 0.23% | -0.01% | 0.46% | 0.21% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Schweizer Franken aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als CHF (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.