Das Währungspaar AUD/JPY notiert am Donnerstag in der frühen europäischen Sitzung im negativen Bereich nahe 112,35. Der japanische Yen (JPY) legt gegenüber dem australischen Dollar (AUD) leicht zu, da Händler wegen weiterer Interventionen der Behörden in Alarmbereitschaft sind. Gouverneurin der Reserve Bank of Australia (RBA), Michele Bullock, wird später am Freitag eine Rede halten.
Die Strategin von Goldman Sachs Research, Karen Fishman, sagte, dass die Gewinne des JPY nun nachlassen, da die Intervention „keine nachhaltige Lösung ist ... letztlich nur etwas Zeit kauft“.
Unterdessen hob die Bank of Japan (BoJ) in ihrem Summary of Opinions von der Juli-Sitzung die wachsenden Risiken einer beschleunigten Inflation hervor, wobei ein Vorstandsmitglied andeutete, dass sich das Tempo der Zinserhöhungen beschleunigen könnte. Die BoJ könnte bei ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung im September nach einer Zinserhöhung im Juni eine weitere Zinserhöhung in Betracht ziehen, um auf die steigenden Risiken höherer Inflation zu reagieren, so Jiji.
DBS Group Research unterstreicht die ungewöhnliche Natur der jüngsten Maßnahmen zur Währungsstützung und weist darauf hin, dass „koordinierte Devisenmarktinterventionen zwischen den USA und Japan selten sind, wobei die letzte gemeinsame Intervention vor 15 Jahren stattfand, um einen übermäßig überbewerteten JPY im Zuge des Erdbebens von Tohoku 2011 zu schwächen.“ Das Team hebt hervor, dass dieser historische Präzedenzfall die aktuelle Episode in ein schärferes Licht rückt, da die Entscheidungsträger nun ähnlich ungewöhnliche Instrumente als Reaktion auf die ausgeprägte Yen-Schwäche statt auf Stärke einsetzen.
Im Tageschart tendiert AUD/JPY kurzfristig bärisch, da der Kurs wieder unter den 20-Perioden-Simple Moving Average der Bollinger-Bänder fällt und weiterhin durch den 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) gedeckelt wird. Der Kurs liegt weiterhin komfortabel über dem unteren Bollinger-Band, sodass der breitere Aufwärtstrend noch nicht gefährdet ist, doch der jüngste Relative Strength Index (14) bei 48,96 deutet darauf hin, dass das Momentum nach dem jüngsten Anstieg, der im Bereich des oberen Bands ins Stocken geraten ist, neutral bis schwach geworden ist.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der Mittellinie des 20-Perioden-SMA der Bollinger-Bänder bei rund 112,70, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 112,90. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Niveaus wäre erforderlich, um den Weg zum Hoch vom 16. Juli bei 113,88 erneut zu öffnen, mit dem oberen Bollinger-Band nahe 115,45 als nächstem Ziel.
Auf der Unterseite liegt die wichtigste Unterstützung bei dem Tief vom 10. August bei 111,63. Das nächste zu beobachtende Konfliktniveau ist das Tief vom 7. August bei 110,77, gefolgt vom unteren Bollinger-Band bei 110,00, wobei eine entscheidende Bewegung dort auf eine tiefere Korrekturphase innerhalb des breiteren Trends hindeuten würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.