West Texas Intermediate (WTI), Futures an der NYMEX, notieren im europäischen Handel am Freitag ruhig um 102,25 USD. Der Ölpreis hat sich nach einer fast zweiwöchigen Rallye, die am Donnerstag nahe 107,35 USD eine Pause einlegte, stabilisiert.
Im weiteren Sinne ist der Ölpreis aufgrund der anhaltenden Schließung der Straße von Hormus, einem wichtigen Durchgang für fast 20 % der weltweiten Energieversorgung, optimistisch.
Es wird erwartet, dass die Straße von Hormus weiterhin geschlossen bleibt, da die jüngsten Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump zeigen, dass Washington Irans Vorschlag abgelehnt hat und die Fortsetzung seiner maritimen Blockade iranischer Seehäfen betont.
Unterdessen haben hawkische Kommentare globaler Zentralbanken zur geldpolitischen Perspektive Bedenken hinsichtlich der Öl-Nachfrageprognosen geweckt. Die Zentralbanken weltweit betonen die Notwendigkeit, ihre geldpolitischen Bedingungen kurzfristig zu straffen und warnen vor Aufwärtsrisiken bei der Inflation angesichts erhöhter Ölpreise.

WTI US-Öl handelt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung seitwärts bei rund 102,25 USD. Die kurzfristige Tendenz des Ölpreises bleibt bullish, da er deutlich über dem 20-Tage Exponential Moving Average (EMA) bei 95,15 USD notiert.
Der Relative Strength Index (RSI) bei 60,95 befindet sich im positiven Bereich, aber noch nicht in überkauften Zonen, was anhaltenden Kaufdruck mit Spielraum für weitere Gewinne signalisiert, bevor die Stimmung überdehnt ist.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am 20-Tage-EMA nahe 95,15 USD, wo ein Rücksetzer voraussichtlich Kaufinteresse bei Kursrückgängen anziehen würde, während der breitere Aufwärtstrend intakt bleibt. Ein Tagesschlusskurs unterhalb dieses gleitenden Durchschnitts würde auf einen Verlust des unmittelbaren bullischen Momentums hindeuten und tiefere Korrekturrisiken in Richtung 90,00 USD eröffnen.
Nach oben könnte der Ölpreis die Rallye in Richtung des mehrjährigen Hochs bei 113,28 USD ausweiten, falls er über das Hoch vom 30. April bei 107,35 USD ausbricht.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.