Morgan Stanley hat am Mittwoch eine überarbeitete S-1-Registrierung bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht und damit zusätzliche Details zu seinem geplanten börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF) vorgelegt.
Die Investmentbank hat eine geänderte Registrierungserklärung bei der US-Börsenaufsicht eingereicht, während sie ihre Pläne zur Auflegung eines Spot-Bitcoin-ETF vorantreibt. Am Mittwoch übermittelte das Institut ein aktualisiertes Formular S-1 für den geplanten Morgan Stanley Bitcoin Trust, in dem operative Einzelheiten wie Verwahrstruktur und Fondsaufbau dargelegt werden.
Der geplante Trust ist als passives Anlagevehikel konzipiert, das die Preisentwicklung von Bitcoin abbilden soll. Dem Antrag zufolge würde der Fonds Bitcoin direkt halten, anstatt auf Derivate oder Terminkontrakte zurückzugreifen.
Morgan Stanley erklärte, der Fonds solle den CoinDesk Bitcoin Benchmark mit der 16-Uhr-New-York-Settlement-Rate nachbilden. Zudem sollen die Anteile nach einer Genehmigung an der Börse NYSE Arca gehandelt werden.
Nach dem Vorschlag würde Coinbase Custody Trust Company die Verwahrung der Bitcoin übernehmen. In der Einreichung heißt es, die Vermögenswerte würden in getrennten Konten gehalten, überwiegend in sogenannter Cold Storage. Coinbase soll zudem Prime-Brokerage-Dienstleistungen einschließlich der Ausführung von Handelsaufträgen bereitstellen.
BNY Mellon soll mehrere Funktionen übernehmen, darunter die Rolle als Administrator, Transferagent und Verwahrer der Barmittel. Laut Unterlagen könnten Zeichnungen und Rückgaben der Anteile durch autorisierte Teilnehmer sowohl in Form von Sachleistungen als auch in bar erfolgen.
Morgan Stanley Investment Management Inc., eine Tochtergesellschaft der Bank, würde als Sponsor fungieren und den laufenden Betrieb überwachen.
In der Anmeldung werden zudem Risiken aufgeführt, darunter die hohe Volatilität des Bitcoin-Preises, Cyberrisiken, regulatorische Unsicherheiten sowie die Abhängigkeit von externen Dienstleistern.
Die überarbeitete Erklärung folgt auf den ursprünglichen Antrag von Morgan Stanley aus dem Januar. Sollte die SEC den Fonds genehmigen, würde der geplante Trust die wachsende Zahl von Spot-Bitcoin-ETFs für US-Investoren erweitern.
Der Bitcoin-Kurs lag am Mittwoch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 73.300 US-Dollar und damit innerhalb von 24 Stunden knapp acht Prozent im Plus.