Die Dow Jones Futures steigen im europäischen Handel am Mittwoch um 0,05% auf rund 52.850. Gleichzeitig geben die S&P 500-Futures um 0,4% nach und notieren bei etwa 7.640, während die Nasdaq 100-Futures um 0,19% fallen und bei rund 29.070 gehandelt werden.
US-Aktienfutures verzeichneten gemischte Ergebnisse, da sich Händler angesichts eines globalen Ausverkaufs am Anleihemarkt vorsichtig verhielten. Die Benchmark-Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sprang auf 4,80% und erreichte damit den höchsten Stand seit Anfang 2025.
Analysten von MUFG/BTMU heben hervor, dass die Märkte nun eine leicht höhere Wahrscheinlichkeit für eine weitere Straffung einpreisen, und weisen darauf hin, dass "für die FOMC-Sitzung am 16. September nun 17 Basispunkte an Fed-Zinserhöhungen eingepreist sind." Sie argumentieren, dass der jüngste Anstieg der Energiekosten ein wesentlicher Treiber dieser Verschiebung ist, und warnen, dass "es für die Fed schwieriger sein wird, die Zinsen unverändert zu lassen, wenn die Energiepreise bis zur Sitzung weiter steigen."
Zur Marktunsicherheit trugen auch höhere Ölpreise bei, die die Sorgen über anhaltende Inflation und mögliche Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) verstärkten. Die Energiemärkte blieben nach US-Militärschlägen gegen iranische Ziele in der Nähe der Straße von Hormus erhöht, die Präsident Donald Trump als direkte Vergeltung für Teherans Versuche bezeichnete, Seeminen in der wichtigen Wasserstraße zu platzieren, sowie für einen früheren Angriff auf einen US-Militärstützpunkt.
Die uneinheitliche Entwicklung der US-Aktienfutures folgt auf eine turbulente reguläre Handelssitzung am Dienstag, in der der Dow Jones um 0,79% fiel, der S&P 500 um 0,71% nachgab und der Nasdaq Composite um 1,03% sank. Die Verluste verlängerten die Verlustserie aller drei großen Benchmarks auf eine dritte aufeinanderfolgende Sitzung, wobei Ausverkäufe bei zyklischen Konsumwerten, Industrie- und Rohstoffaktien am stärksten belasteten.
Die Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun auf wichtige Wirtschaftsindikatoren und Unternehmensgewinne und warten auf die ADP-Daten zu den Beschäftigtenzahlen im Privatsektor, das Beige Book der Federal Reserve sowie die Quartalszahlen prominenter Tech-Unternehmen wie Broadcom, Hewlett Packard und Snowflake.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.