EUR/GBP notierte am Dienstag bei rund 0,8560 und damit kaum verändert, da eine Reihe stärkerer deutscher Daten dem Euro (EUR) gegenüber einem widerstandsfähigen Pfund keinen klaren Auftrieb verschaffte. Das Paar bleibt nahe seinen 20- und 100-Perioden-Simple-Moving-Averages (SMA) gefangen, wobei keine Seite einen Ausbruch erzwingen kann.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,3% und lag damit über der Prognose von 0,2%, während die Jahresrate auf 1% anzog. Die größere Überraschung kam aus der IFO-Geschäftsklimaumfrage, bei der der Hauptindex Geschäftsklima im August von 86,7 auf 88,8 sprang und damit deutlich über dem erwarteten Wert von 87,2 lag.
Das Pfund Sterling hat sich gegenüber dem US-Dollar (USD) in der Nähe eines Sechsmonatshochs gehalten, was teilweise durch einen schwachen Greenback unterstützt wurde, was erklären könnte, warum der Euro trotz besser als erwarteter deutscher Daten nicht zulegen konnte.
Die positiven Zahlen schmälern den Spielraum für weitere Lockerungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zwar etwas, aber nicht genug, um gegenüber einem Pfund, das sich behauptet hat, etwas zu bewegen. Das Ergebnis ist ein Paar, das trotz einer ereignisreichen Datenlage nicht vom Fleck kommt.
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert EUR/GBP bei 0,8557 und hält sich knapp unter einer Zone nahegelegenen Widerstands, was den kurzfristigen Ton leicht bärisch hält. Das Paar wird vom 100-Perioden-Simple-Moving-Average (SMA) bei rund 0,8559 und dem 20-Perioden-SMA bei nahe 0,8560 gedeckelt, während eine horizontale Barriere bei 0,8562 diese Angebotszone oberhalb zusätzlich verstärkt. Das Momentum ist gedämpft, wobei der Relative Strength Index (RSI) knapp unter der 50-Linie verharrt, was auf eine konsolidierende Tendenz hindeutet, das Paar jedoch anfällig macht, solange es unter diesem Cluster aus gleitenden Durchschnitten und horizontalem Widerstand bleibt.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim horizontalen Pivot bei 0,8557, und ein nachhaltiger Bruch nach unten würde die nächste Unterstützung bei 0,8551 freilegen. Auf der Oberseite wäre ein klarer Anstieg über 0,8559–0,8560 erforderlich, um den aktuellen Druck zu mindern und den Weg in Richtung des Widerstands bei 0,8562 zu öffnen, wobei ein Scheitern, diese Zone zurückzuerobern, die Erholungen kurzfristig wahrscheinlich flach halten dürfte.
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