Ein Artikel des Wall Street Journal erwähnte, dass ein Bundesrichter zwei Vorladungen, die das Justizministerium an den Vorsitzenden der Federal Reserve Jerome Powell gerichtet hatte, zurückgewiesen hat.
Der US-Bezirksrichter James Boasberg entschied in einem am Freitag veröffentlichten Urteil, dass die Vorladungen unzulässig waren, was einen Rückschlag für die Strafverfolgung von US-Staatsanwältin Jeanine Pirro gegen Powell darstellt.
Pirro, eine langjährige Verbündete von Trump, begann eine Untersuchung darüber, ob Powell im vergangenen Sommer vor dem Kongress falsche Aussagen über das Renovierungsprojekt der Federal Reserve gemacht hatte. Powell äußerte sich am 11. Januar öffentlich und sagte, die Untersuchung sei ein Vorwand für Trumps anhaltenden Druck auf die Fed, die Zinsen zu senken und ihre Unabhängigkeit zu gefährden.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.