Die vorläufigen deutschen und Eurozonen-Schnellschätzungen des HCOB Einkaufsmanager-Index (EMI) für April werden heute um 07:30 bzw. 08:00 GMT veröffentlicht.
Unter den Volkswirtschaften der Eurozone haben die deutschen und der zusammengesetzte Eurozonen-EMI-Bericht eine größere Relevanz hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die europäische Währung und die damit verbundenen Märkte.
Der Flash Composite EMI für Deutschland wird voraussichtlich erneut expandiert haben, jedoch in moderatem Tempo aufgrund einer Verlangsamung sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor. Der Composite EMI wird mit 51,1 erwartet, nach 51,9 im März.
Der deutsche Manufacturing EMI wird voraussichtlich von zuvor 52,2 auf 51,3 gefallen sein. Der Services EMI wird geschätzt, von 50,9 auf 50,3 gesunken zu sein.
Die Prognose für den Eurozonen-Flash Composite EMI im April zeigt ebenfalls, dass die Gesamtproduktion des privaten Sektors in moderatem Tempo gewachsen ist. Das Wachstum der Industrieproduktion in der Eurozone verlangsamte sich, und die Aktivität im Dienstleistungssektor schrumpfte. Ein Wert unter der Schwelle von 50,0 gilt als Kontraktion der wirtschaftlichen Aktivität.
Nach vorläufigen Schätzungen sinkt der Eurozonen-Composite EMI von 50,7 im März auf 50,2. Der Manufacturing EMI wird mit 50,8 erwartet, nach 51,6 zuvor. Der Services EMI wird voraussichtlich auf 49,8 gefallen sein, nachdem er im März auf 50,2 zurückging.

EUR/USD notiert im frühen europäischen Handel am Donnerstag leicht unter der Marke von 1,1700. Das Paar hat sich bis nahe an den 20-Perioden exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,1691 korrigiert, liegt jedoch oberhalb des 38,2%-Fibonacci-Retracement-Levels bei 1,1666 des 1,1408–1,2082 Schwungs, was auf eine zugrundeliegende Nachfrage bei flachen Pullbacks hindeutet.
Der Relative Strength Index (RSI) fällt nach dem Scheitern, über der Marke von 60,00 zu bleiben, in die Zone zwischen 40,00 und 60,00, was ein ausgewogenes Momentum mit Aufwärtsbias signalisiert.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 50%-Fibonacci-Retracement bei 1,1745; ein Tagesschlusskurs über dieser Barriere würde das 61,8%-Retracement bei 1,1825 freilegen, gefolgt von 1,1938 und der Hochzyklus-Region nahe 1,2082. Auf der Unterseite bietet der 20-Perioden-EMA bei 1,1691 unmittelbare Unterstützung, gefolgt vom 38,2%-Retracement bei 1,1666; ein tieferer Rücksetzer würde das 23,6%-Level bei 1,1567 in den Blick rücken, mit einer wichtigeren strukturellen Unterstützung am Schwungtief bei 1,1408.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Composite Einkaufsmanagerindex (EMI) wird monatlich von S&P Global und der Hamburg Commercial Bank (HCOB) veröffentlicht und gilt als wichtiger Frühindikator für die private wirtschaftliche Aktivität in Deutschland – sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor. Die Grundlage bilden Umfragen unter Führungskräften, deren Antworten entsprechend der Unternehmensgröße und dem Anteil an der Gesamtproduktion ihres jeweiligen Sektors gewichtet werden. Die Einschätzungen beziehen sich jeweils auf Veränderungen im aktuellen Monat im Vergleich zum Vormonat und können frühzeitig Trends in offiziellen Wirtschaftsdaten wie dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), der Industrieproduktion, der Beschäftigung oder der Inflation andeuten. Der Index bewegt sich auf einer Skala von 0 bis 100: Ein Wert von 50,0 signalisiert keine Veränderung gegenüber dem Vormonat. Werte über 50 deuten auf eine Expansion der privaten Wirtschaft hin – ein bullishes Signal für den Euro (EUR). Werte unter 50 zeigen eine rückläufige Aktivität und gelten entsprechend als bärisch für den EUR.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Do Apr. 23, 2026 07:30 (Zuvor)
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 51.1
Vorher: 51.9
Quelle: S&P Global