Berichten von ABC News zufolge wird erwartet, dass das US-Justizministerium (DoJ) seine Untersuchung gegen den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, am Freitag einstellt, was die Bestätigung von Trumps Ernennung, Kevin Warsh, zum nächsten Chef der US-Zentralbank verzögern könnte.
Der Artikel erwähnt, dass „höhere DoJ-Beamte in den letzten Tagen Senatoren kontaktiert haben, darunter den republikanischen Senator Thom Tillis, der im Bankenausschuss des Senats sitzt, und sie über den Plan informiert haben, die Untersuchung einzustellen und die Angelegenheit bezüglich angeblicher Kostenüberschreitungen am Washingtoner Hauptsitz der Fed an die interne Aufsicht der Bank zu verweisen.“
Seit Januar hat der republikanische Senator Tillis erklärt, er werde Warsh nicht als nächsten Vorsitzenden genehmigen, solange das DoJ die Untersuchung gegen Powell nicht einstellt. Der US-Senat ist für die Bestätigung des nächsten Fed-Vorsitzenden zuständig, dessen Amtszeit im Juni 2026 beginnt.
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.