Die Dow Jones-Futures verringern ihre Tagesverluste, bleiben jedoch im negativen Bereich und fallen um 0,13 %, wobei sie während der europäischen Handelszeiten am Freitag über 49.400 notieren, vor der regulären Eröffnung der Vereinigten Staaten (USA). Unterdessen steigen die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures leicht um 0,13 % bzw. 0,62 % auf nahe 7.150 bzw. 27.100.
Die US-Aktien-Futures wurden uneinheitlich gehandelt, nachdem US-Präsident Donald Trump sagte, Israel und Libanon hätten sich darauf geeinigt, ihren Waffenstillstand um drei Wochen zu verlängern. Es wird erwartet, dass der Libanon in einer zweiten Runde direkter Gespräche in Washington eine einmonatige Verlängerung anstrebt, obwohl der israelische UN-Botschafter Danny Danon sagte, dass das Ergebnis „nicht zu 100 %“ sicher sei.
Die Nasdaq 100-Futures werden durch einen Anstieg der Intel-Aktien gestützt, die im nachbörslichen Handel um mehr als 19 % zulegten, nachdem sie die Gewinnerwartungen für das erste Quartal übertroffen und eine starke Prognose abgegeben hatten. Die Stimmung wurde weiter gestärkt, nachdem Tesla-CEO Elon Musk ein mögliches Ausgabenvolumen von etwa 3 Milliarden US-Dollar bei Intel signalisierte, um dessen Chipfertigungskapazitäten zu nutzen.
Im regulären US-Handel am Donnerstag schloss die Wall Street tiefer, wobei der Dow Jones um 0,36 %, der S&P 500 um 0,41 % und der Nasdaq 100 um 0,89 % fielen, angeführt von Verlusten bei Technologie- und Finanzaktien. Sowohl der S&P 500 als auch der technologieorientierte Nasdaq Composite erreichten am Donnerstag neue Intraday-Höchststände, schlossen jedoch niedriger.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.