EUR/JPY notiert am Freitag bei rund 186,70 und verzeichnet einen moderaten Gewinn von 0,06 %, da die Anleger vor einer Woche mit geldpolitischen Entscheidungen mehrerer großer Zentralbanken vorsichtig bleiben. Das Paar wird von einem insgesamt resilienten Euro (EUR) gestützt, während es auf gemischte Ströme beim japanischen Yen (JPY) trifft.
Die Markterwartungen gehen davon aus, dass die Zinssätze sowohl von der Bank of Japan (BoJ) als auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) unverändert bleiben, wobei die Orientierung auf einem datenabhängigen Ansatz liegt. Der jüngste Anstieg der Energiepreise, bedingt durch die anhaltende Schließung der Straße von Hormus, befeuert jedoch die Inflationsrisiken nach oben und könnte eine kurzfristige Lockerungsperspektive erschweren.
Innerhalb der EZB bleiben einige Entscheidungsträger vorsichtig, sind aber offen für weitere Straffungen, falls erforderlich. Das Mitglied des EZB-Rats, Gediminas Simkus, erklärte, dass eine Zinserhöhung in diesem Jahr nicht ausgeschlossen werden könne, während er eine Zinssenkung bei der Sitzung am 30. April ausschloss. Diese Haltung stützt den Euro trotz schwächerer Wirtschaftsindikatoren.
Tatsächlich zeigen die jüngsten Daten aus Deutschland eine stärker als erwartete Verschlechterung des Geschäftsklimas. Der IFO-Geschäftsklimaindex sank im April auf 84,4 und lag damit unter den Erwartungen, was auf eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Aussichten in der größten Volkswirtschaft der Eurozone hinweist und das Aufwärtspotenzial des Euro begrenzt.
In Japan bleibt der japanische Yen von widersprüchlichen Faktoren beeinflusst. Einerseits bieten Spekulationen über mögliche Interventionen und Äußerungen des Finanzministeriums der Währung etwas Unterstützung. Andererseits belasten wirtschaftliche Sorgen im Zusammenhang mit steigenden Energiepreisen und Störungen in der Straße von Hormus das Vertrauen.
Es wird erwartet, dass die Bank of Japan (BoJ) ihren Leitzins bei der bevorstehenden Sitzung unverändert bei 0,75 % belässt, während sie die Tür für eine zukünftige Straffung offenhält. Die jüngsten Inflationsdaten zeigen moderate Fortschritte, mit einer Gesamtinflation von 1,5 % im Jahresvergleich und Kerninflationswerten, die noch unter dem Ziel von 2 % liegen, was eine vorsichtige Haltung rechtfertigt.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Schweizer Franken.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.03% | -0.12% | 0.00% | -0.08% | -0.03% | -0.07% | 0.06% | |
| EUR | 0.03% | -0.09% | 0.00% | -0.05% | 0.00% | -0.02% | 0.10% | |
| GBP | 0.12% | 0.09% | 0.00% | 0.04% | 0.09% | 0.09% | 0.18% | |
| JPY | 0.00% | 0.00% | 0.00% | -0.09% | -0.04% | -0.07% | 0.04% | |
| CAD | 0.08% | 0.05% | -0.04% | 0.09% | 0.04% | 0.01% | 0.14% | |
| AUD | 0.03% | 0.00% | -0.09% | 0.04% | -0.04% | -0.04% | 0.08% | |
| NZD | 0.07% | 0.02% | -0.09% | 0.07% | -0.01% | 0.04% | 0.12% | |
| CHF | -0.06% | -0.10% | -0.18% | -0.04% | -0.14% | -0.08% | -0.12% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.