ING-Strategen Warren Patterson und Ewa Manthey zeichnen ein vorsichtiges Bild für Industriemetalle. Kupfer und Aluminium legten zwar leicht zu, nachdem sich die kurzfristigen geopolitischen Risiken etwas entspannt hatten, doch die anhaltende Schließung der Straße von Hormus sorgt weiterhin für Unsicherheit. Belastend wirken vor allem hohe Energiekosten auf die Nachfrage, während Lieferstörungen den Aluminiummarkt stützen. Bei Kupfer nehmen die Risiken auf der Angebotsseite zu – unter anderem wegen möglicher Engpässe bei Schwefelsäure und einer geplanten Exportaussetzung aus China.
"Kupfer und Aluminium legten gestern leicht zu, nachdem US-Präsident Donald Trump den Waffenstillstand mit dem Iran auf unbestimmte Zeit verlängert hatte, was die kurzfristigen geopolitischen Risiken reduzierte."
"Allerdings bleibt die Straße von Hormus geschlossen, wobei Teheran signalisiert hat, die Route nicht wieder zu öffnen, solange die US-Blockade anhält."
"Die Signale im gesamten Metallsektor bleiben uneinheitlich."
"Aluminium erhält Unterstützung durch Lieferstörungen im Nahen Osten, der rund 9 Prozent der globalen Produktion ausmacht."
"Beim Kupfer nehmen die Angebotsrisiken zu, da mögliche Engpässe bei Schwefelsäure infolge von Transportstörungen sowie die geplante Exportaussetzung Chinas ab Mai die Versorgung belasten könnten."