Die indische Rupie (INR) eröffnet am Freitag positiv gegenüber dem US Dollar (USD) und setzt ihre Verlustserie am fünften Handelstag in Folge fort. Das USD/INR-Paar handelt fest in der Nähe des Wochentiefs von 94,38, da die indische Währung im Zuge höherer Energiepreise und der Wiederaufnahme signifikanter ausländischer Verkäufe am indischen Aktienmarkt weiterhin unterdurchschnittlich abschneidet.
Zusätzlich zu den oben genannten Gegenwinden für die indische Rupie stützt auch der starke US Dollar das USD/INR-Paar. Bei Redaktionsschluss notiert der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen misst, fest in der Nähe des 10-Tage-Hochs von rund 99,00.
Höhere Ölpreise infolge der Aussetzung der Öltransporte durch die Straße von Hormus, einem wichtigen Durchgang für fast 20 % der weltweiten Energieversorgung, durch den Iran als Vergeltungsmaßnahme gegen die Vereinigten Staaten (USA) haben die indische Rupie belastet.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hält der WTI-Ölpreis die Wochengewinne bei rund 95,00 USD. Währungen von Volkswirtschaften wie Indien, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, schneiden in einem Umfeld hoher Ölpreise unterdurchschnittlich ab.
Anleger bezweifeln, dass die Straße von Hormus bald geöffnet wird, da der Iran noch nicht zugestimmt hat, die Friedensgespräche mit den USA wieder aufzunehmen, und Washington für die anhaltende Blockade iranischer Seehäfen verantwortlich macht.
Unterdessen hat ein Bericht von CNN gezeigt, dass US-Militärbeamte neue Pläne entwickeln, um die Fähigkeiten Irans in der Straße von Hormus anzugreifen, falls der derzeitige Waffenstillstand mit dem Iran scheitert.
Bislang sind die FIIs in dieser Woche an allen vier Handelstagen Nettoverkäufer und haben Anteile im Wert von 8.311,99 Crore Rupien abgestoßen. Ausländische Investoren haben nach einer kurzen Pause in den letzten drei Handelstagen der Vorwoche den Verkauf wieder aufgenommen. Die hohen Ölpreise haben das Interesse ausländischer Investoren am indischen Aktienmarkt angesichts von Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Gewinne der indischen Unternehmen und der Erwartungen, dass die Regierung ihre Investitionsausgaben zur Kompensation der steigenden Energiepreise kürzen wird, gedämpft.
In Zukunft wird die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch der wichtigste Auslöser für die globalen Märkte sein. Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinssätze unverändert in der Spanne von 3,50 % bis 3,75 % belässt und vor Inflationsrisiken nach oben im Zuge höherer Energiepreise warnt. Anleger werden genau auf Hinweise achten, ob die Fed plant, die Zinssätze noch in diesem Jahr anzuheben.

USD/INR handelt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung über 94,20 und hält eine konstruktive bullische Tendenz, da der Kurs deutlich über dem 20-Perioden-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 93,3565 liegt. Die Positionierung über dieser kurzfristigen Trendlinie deutet darauf hin, dass die Käufer die Kontrolle behalten, während der Relative Strength Index (14) nahe 59 ein positives, aber nicht überdehntes Momentum zeigt, was darauf hindeutet, dass der Anstieg sich fortsetzen könnte, solange das Paar seine zugrundeliegenden Unterstützungen verteidigt.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung beim 20-Perioden-EMA bei 93,3565 gesehen, der die aktuelle Struktur stützt und bei flachen Rücksetzern Dip-Käufer anziehen dürfte. Ein Tagesschluss unterhalb dieses dynamischen Bodens würde den unmittelbaren bullischen Ton abschwächen und tiefere Rücksetzer freilegen, während ein Halten darüber die Tür für weitere Gewinne in Richtung des Allzeithochs bei rund 95,20 offenhält.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.