GBP/USD bleibt am zweiten Handelstag in Folge gedämpft und notiert während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag um 1,3590. Das Paar wertet ab, da der US-Dollar (USD) nach den robusten am Mittwoch veröffentlichten Wirtschaftsdaten stärker bleibt.
Der PCE-Preisindex für Juli beschleunigte sich auf 0,2% gegenüber dem Vormonat und lag damit leicht über dem Konsens von 0,1%, während die Jahresrate bei 3,7% blieb, gegenüber den erwarteten 3,6%. Dieser überraschende Anstieg hat die Markterwartungen verstärkt, dass die Federal Reserve vor Jahresende noch eine letzte Zinserhöhung vornehmen könnte, während Anleger gespannt auf geldpolitische Hinweise aus der Rede von Fed-Chef Kevin Warsh beim bevorstehenden Jackson-Hole-Symposium warten.
Die Rohölpreise setzten ihren Rückgang fort, nachdem es im Nahen Osten diplomatische Fortschritte gegeben hatte, wo sich Iran und Oman über Hoheitsgewässer und die Aufteilung der Einnahmen entlang der Straße von Hormus einigten, was die unmittelbaren Inflationsängste dämpfte.
Unterdessen verschärfte sich die fiskalische Prüfung des Plans des US-Finanzministeriums, die Anleiherückkäufe zu verdoppeln, ein Schritt, der vom Milliardär und Investor Stanley Druckenmiller scharf kritisiert wurde, da er der Glaubwürdigkeit des Marktes schade und eine verpasste Gelegenheit für eine sinnvolle Schuldenreform darstelle.
Strategen bei Scotiabank stellen fest, dass die jüngsten fundamentalen Nachrichten für das Pfund relativ dünn waren, wobei der Fokus auf "enttäuschenden Geschäftsstimmungsdaten der zweiten Reihe des CBI" und einer Verschiebung des geldpolitischen Ausblicks lag. Sie merken an, dass sich die "BoE-Zinserwartungen etwas abgeschwächt haben, wodurch die fundamentale Unterstützung über Renditespreads erodiert", was die Währung kurzfristig anfälliger macht, da die renditebasierte Unterstützung nachlässt.
Im Tages-Chart notiert GBP/USD bei 1,3590 und behält eine leicht bullische Tendenz bei, da der Spotkurs oberhalb des 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bleibt und gleichzeitig den unmittelbaren Widerstand am Neun-Tage-EMA testet. Der Relative Strength Index (RSI) der 14-Tages-Chart bei etwa 60 sorgt für einen konstruktiven Ton, ohne bislang überkaufte Bedingungen anzuzeigen, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtsdruck anhält, aber möglicherweise einen klaren Durchbruch über die kurzfristige EMA-Deckelung benötigt, um die Aufwärtsbewegung auszuweiten.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 50-Tage-EMA nahe 1,3473, wobei ein nachhaltiges Halten dieses Niveaus die breitere Erholungsstruktur intakt halten würde. Auf der Oberseite stellt der Neun-Tage-EMA bei 1,3593 die erste Hürde dar; ein täglicher Schlusskurs über diesem Niveau würde den Weg für eine Fortsetzung der jüngsten bullischen Bewegung öffnen, während wiederholte Fehlschläge dort auf eine Konsolidierung oder einen leichten Pullback in Richtung der zugrunde liegenden gleitenden Durchschnittsbasis hindeuten würden.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.