Der kanadische Dollar (CAD) verlor am Donnerstag leicht an Wert gegenüber dem US-Dollar (USD) und fiel um 0,05%. Trotz des dünnen Momentums trug der weiche Rückgang am Donnerstag zu dem 1,5%igen Rückgang des Loonie gegenüber dem Greenback von den 15-Monats-Hochs der letzten Woche bei, die das USD/CAD-Paar auf 1,3480 drückten, was der erste Rückgang seit Oktober 2024 war.
Im Tages-Chart handelt USD/CAD bei 1,3671. Das Paar liegt unter den 50- und 200-Tage-EMAs, die beide nach unten geneigt sind und eine bärische Tendenz verstärken. Der 50-Tage-EMA bei 1,3779 begrenzt kurzfristige Erholungen, während der 200-Tage-EMA bei 1,3862 eine breitere Obergrenze markiert. Der Stochastik (14,5,5) hat sich auf 38,48 erholt, was darauf hindeutet, dass sich das Momentum stabilisiert, aber weiterhin unter neutral bleibt. Die Tendenz bleibt schwer, solange der Preis unter dem 50-Tage-Durchschnitt liegt.
Die EMA-Ausrichtung hält die Erholungen korrektiv, und die Bären würden die Kontrolle behalten, es sei denn, es kommt zu einem täglichen Schlusskurs über dem 50-Tage-EMA. Ein Durchbruch nach oben könnte den 200-Tage-EMA anvisieren, während das Versäumnis, den 50-Tage-Maßstab zurückzugewinnen, den Druck auf den bestehenden Abwärtstrend aufrechterhalten würde. Der Anstieg des Oszillators müsste über die Mittellinie hinaus folgen, um eine stärkere Erholung zu bestätigen; andernfalls wird erwartet, dass Verkäufer die Rückgänge abklingen lassen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.