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EUR/GBP bewegt sich seitwärts über 0,8600, während Händler auf die Zinsentscheidungen der EZB und BoE warten

Quelle Fxstreet
  • Der EUR/GBP notiert stabil bei etwa 0,8635 in der frühen europäischen Sitzung am Dienstag. 
  • Es wird erwartet, dass die EZB die Zinssätze auf ihrer März-Sitzung stabil hält. 
  • Die BoE wird voraussichtlich die Kreditkosten bei 3,75% unverändert lassen, wenn sie am Donnerstag ihre Entscheidung bekannt gibt. 

Das Währungspaar EUR/GBP hält sich während der frühen europäischen Sitzung am Dienstag nahe 0,8635. Händler ziehen es vor, an der Seitenlinie zu bleiben, bevor die Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England (BoE) später am Donnerstag bekannt gegeben werden. Auch der Arbeitsmarktbericht aus dem Vereinigten Königreich wird veröffentlicht. 

Es wird erwartet, dass die EZB ihren Leitzins bei 2,0% auf ihrer März-Sitzung am Donnerstag unverändert lässt. Die Zinsfutures preisen eine Zinserhöhung bis Ende Juli vollständig ein und sehen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 55% für eine zweite Erhöhung bis Ende Dezember. Doch Volkswirte, die vom Reuters zwischen dem 9. und 13. März befragt wurden, hielten an ihrer langjährigen Ansicht von stabilen Zinsen fest. Das Mitglied des EZB-Rats Peter Kazimir sagte, dass der Iran-Krieg und dessen Auswirkungen auf das Inflationsrisiko die EZB zwingen, die Zinsen früher als erwartet zu erhöhen.

Die BoE wird voraussichtlich die Zinssätze bei 3,75% belassen, wenn sie sich am Donnerstag trifft. Volkswirte von Oxford Economics sagten, dass ein Worst-Case-Szenario, in dem der Ölpreis auf 140 USD pro Barrel steigt, die Inflation erheblich erhöhen und die britische Wirtschaft in eine milde Rezession stürzen würde.

Händler werden am Donnerstag weitere Hinweise aus den Arbeitsmarktdaten des Vereinigten Königreichs aufnehmen. Die ILO-Arbeitslosenquote wird voraussichtlich im Januar stabil bei 5,2% bleiben. Jegliche Anzeichen einer Verbesserung auf dem britischen Arbeitsmarkt könnten das Pfund Sterling kurzfristig gegenüber dem Euro stärken. 

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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