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Japanischer Yen fällt weiter unter 159,00, fast Drei-Wochen-Tief gegenüber USD aufgrund der Spannungen im Nahen Osten

Quelle Fxstreet
  • USD/JPY zieht zum siebten Tag in Folge Käufer an, getragen von einer Kombination von Faktoren.
  • Geopolitische Spannungen und Wetten auf Zinserhöhungen der Fed unterstützen den USD bei der Rückgewinnung positiver Dynamik.
  • Wirtschaftliche Risiken schwächen den JPY und gleichen Japans BIP im ersten Quartal sowie Interventionsängste aus.

Das Paar USD/JPY setzt seinen Aufwärtstrend am siebten Tag in Folge fort – was auch den achten positiven Tag in den vergangenen neun markiert – und steigt während der ersten Hälfte der europäischen Sitzung am Dienstag auf ein fast drei Wochen hohes Niveau. Die Spotpreise handeln derzeit knapp über der Marke von 159,00 und scheinen Unterstützung aus einer Kombination von Faktoren zu ziehen.

Der US-Dollar (USD) gewinnt nach dem moderaten Rücksetzer vom Vortag von seinem höchsten Stand seit dem 7. April an positiver Dynamik zurück, trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und steigender Wetten auf eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed). Der japanische Yen (JPY) hingegen wird durch wirtschaftliche Sorgen infolge des Nahostkonflikts belastet. Diese Faktoren gleichen Daten aus, die zeigen, dass Japans BIP im ersten Quartal schneller als erwartet gewachsen ist, und wirken als Rückenwind für das Paar USD/JPY.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag, dass er einen geplanten Angriff auf den Iran auf Bitte von Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückhalte. Trump fügte hinzu, dass keine Verhandlungen stattfinden, was die Hoffnungen auf eine Einigung zur Beendigung des Iran-Konflikts befeuert. Investoren bleiben jedoch angesichts von Meinungsverschiedenheiten über Irans Nuklearprogramm und die Straße von Hormus skeptisch. Hinzu kommt, dass Trump erklärt hat, er habe das US-Militär angewiesen, für einen umfassenden Angriff auf den Iran bereit zu bleiben, falls keine Einigung erzielt wird.

Dies hält die geopolitischen Risiken präsent und stärkt den Status des USD als Reservewährung. Gleichzeitig halten die anhaltenden Störungen der Energieversorgung durch die strategische Wasserstraße die Rohölpreise nahe dem Monatshoch, das am Montag erreicht wurde, was inflationsbedingte Sorgen und hawkische Fed-Erwartungen befeuert. Laut dem FedWatch Tool der CME Group preisen Händler derzeit eine fast 50%ige Wahrscheinlichkeit ein, dass die US-Zentralbank bis Ende dieses Jahres mindestens eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) vornimmt.

Der hawkische Ausblick wird wiederum als zusätzliche Unterstützung für den USD gesehen und untermauert die Argumentation für eine weitere Aufwertung des USD/JPY-Paares. Spekulationen, dass die japanischen Behörden erneut eingreifen werden, um die heimische Währung zu stützen, könnten jedoch die JPY-Bären davon abhalten, aggressive Wetten zu platzieren, und die Gewinne für das Währungspaar begrenzen. Investoren könnten zudem abwarten, bis die FOMC-Protokolle am Mittwoch veröffentlicht werden, um Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten, der die kurzfristige USD-Entwicklung bestimmen wird.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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