Der US-Dollar (USD) hat sich am Donnerstag in einer richtungslosen Handelsspanne bewegt, konnte nicht an die Gewinne des Vortags anknüpfen und erreichte kurzzeitig Mehrtageshochs. Unterdessen haben sich die geopolitischen Spannungen im Hintergrund weiter aufgebaut, während sich die Anleger auf die US-NFP-Revision am Freitag und die Rede von Fed-Mitglied Warsh vorbereiteten.
Der US Dollar Index (DXY) konnte die wöchentliche Erholung aufrechterhalten und versucht, den jüngsten Ausbruch über die Hürde von 99,00 auszudehnen. Der freundlichere Ton bei den Renditen von US-Staatsanleihen und die anhaltende geopolitische Unsicherheit haben den Anstieg ebenfalls gestützt. Auf dem US-Wirtschaftskalender stehen als Nächstes die Veröffentlichung der jährlichen Nonfarm-Payrolls-Revision, der endgültige U-Mich-Verbraucherstimmungsindex sowie die Rede von Fed-Chef Warsh beim Jackson-Hole-Symposium an.
EUR/USD hat seinen wöchentlichen Abwärtstrend fortgesetzt und zeitweise mit seinem wichtigen 200-Tage-SMA geflirtet, obwohl das Paar anschließend einen Erholungsversuch über 1,1650 unternahm. Im Euroraum dürfte der deutsche Arbeitsmarktbericht zusammen mit den endgültigen Daten zum Verbrauchervertrauen und der Rede von EZB-Mitglied Schnabel die volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
GBP/USD ist auf neue Mehrtages-Tiefs zurückgefallen, testete 1,3570 und konnte anschließend wieder Boden gutmachen und die Region um 1,3600 zurückerobern. Das nächste Ereignis auf der anderen Seite des Kanals ist die Veröffentlichung der Nationwide-Hauspreise.
USD/JPY hat seine wöchentliche Erholung weiter ausgebaut, steigt nun den vierten Tag in Folge und kehrt in die Zone um 159,50 zurück. Die Arbeitslosenquote, das Verbrauchervertrauen, Baubeginne, Bauaufträge und Inflationsdaten in Tokio stehen im Land der aufgehenden Sonne ganz oben auf der Agenda.
AUD/USD blieb gut unterstützt und näherte sich der Marke von 0,7200, um die Dreimonatshochs herauszufordern. Datenseitig stehen in Australien am 31. August als Nächstes die vierteljährlichen Lagerbestände der Unternehmen, die Wohnungsbaukredite und die Kredite an den privaten Sektor an.
Die WTI-Preise bauten die Erholung vom Mittwoch aus und überschritten die Marke von 83,00 USD pro Barrel, wobei sie die Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten weiterhin genau verfolgten.
Gold hat seine Verluste vom Mittwoch ausgeweitet und notiert näher an der Marke von 4.560 USD pro Feinunze, also auf einem Vier-Tages-Tief. Der Rückgang des Edelmetalls folgte der schwankenden Kursentwicklung des US-Dollars, höheren Renditen von US-Staatsanleihen und der anhaltenden Vorsicht vor dem Jackson-Hole-Event.