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Gold steigt bei schwächerem US-Dollar, Händler warten auf Trumps Ansprache zum Iran-Krieg

Quelle Fxstreet
  • Der Goldpreis steigt im frühen asiatischen Handel am Donnerstag auf rund 4.775 USD und legt damit am Tag um 2,40 % zu. 
  • Trump wird eine Ansprache an die Nation zum Iran-Konflikt halten. 
  • Händler bereiten sich auf den US-Nonfarm-Payrolls-Bericht am Freitag vor. 

Der Goldpreis (XAU/USD) setzt seine Rallye im frühen asiatischen Handel am Donnerstag auf knapp 4.775 USD fort. Das Edelmetall steigt angesichts eines schwächeren US-Dollars (USD) und nachlassender geopolitischer Spannungen im Nahen Osten stark an. Dennoch steuert Gold auf einen monatlichen Rückgang zu, da der US-Iran-Krieg die Erwartungen an Inflation und höhere globale Zinssätze anheizt.

US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Beitrag auf Truth Social, dass der iranische Präsident um einen Waffenstillstand gebeten habe, doch der Sprecher des iranischen Außenministeriums bezeichnete diese Behauptung als falsch und unbegründet. Trump wird am Donnerstag um 01:00 GMT eine seltene Ansprache zur Hauptsendezeit halten, während die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. 

Steigende Energiepreise haben Inflationssorgen verstärkt und die Märkte dazu veranlasst, ihre Zinserwartungen neu zu bewerten. Die Federal Reserve (Fed) beließ die Zinssätze nach ihrer Sitzung im März letzte Woche im Zielbereich von 3,50 % bis 3,75 % unverändert. 

Die mittlere „Dot-Plot“-Prognose deutet weiterhin auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte (bps) im Jahr 2026 hin, obwohl einige Beamte inzwischen keine Zinssenkungen in diesem Jahr mehr erwarten. Gold wird oft als Absicherung gegen Inflation und geopolitische Unsicherheit genutzt, bringt jedoch keine Zinsen, was es bei hohen Zinssätzen weniger attraktiv macht.

Im Laufe der Woche werden eine Reihe von Wirtschaftsdaten veröffentlicht, darunter die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sowie die Nonfarm Payrolls (NFP). Schwächere als erwartete Ergebnisse könnten den Greenback kurzfristig belasten und den in USD notierten Rohstoffpreis steigen lassen. 

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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