Laut Nikkei haben sich die USA und der Iran darauf geeinigt, den Waffenstillstand vom Anfang April um 60 Tage zu verlängern, berichtete die Zeitung unter Berufung auf eine Quelle.
Im Artikel heißt es, dass der Iran die Minen in der Straße von Hormus innerhalb eines 30-tägigen Zeitfensters nach Erreichen einer Vereinbarung räumen würde, wodurch Schiffe und Boote aller Länder, die die Straße nutzen, wie vor der Schließung wieder frei wären. Teheran würde auf Transitgebühren verzichten.
Eine Wiederaufnahme der iranischen Atomgespräche soll während dieser zweimonatigen Pause der Feindseligkeiten erfolgen. Es wird erwartet, dass Washington die Sanktionen gegen iranische Vermögenswerte aufhebt, wobei der Prozess schrittweise erfolgen soll.
Die Vereinbarung soll vom iranischen Obersten Führer, Ayatollah Mojtaba Khamenei, genehmigt werden.
Die Ölpreise setzten ihre Verluste fort, wobei WTI ein Drei-Wochen-Tief unter 90,00 USD pro Barrel erreichte und im Tagesverlauf fast 7 % verlor.

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.