Die Dow Jones-Futures steigen um 0,14% auf über 49.700, während die S&P 500- und Nasdaq 100-Futures ebenfalls um 0,13% bzw. 0,27% auf nahe 7.160 bzw. 26.820 zulegen, und zwar während der europäischen Handelszeiten am Dienstag vor der regulären US-Eröffnung.
Die US-Aktien-Futures steigen, da sich die Stimmung verbessert, gestützt durch Berichte, dass Iran eine Delegation nach Islamabad schicken wird, um vor Ablauf des Waffenstillstands eine zweite Gesprächsrunde mit den USA zu führen. US-Präsident Donald Trump sagte laut Bloomberg, dass Vizepräsident JD Vance nach Pakistan reisen wird, um die Verhandlungen „entweder Dienstagabend oder Mittwochmorgen“ wieder aufzunehmen.
Im regulären US-Handel am Montag schloss die Wall Street schwächer. Der Dow Jones gab leicht um 0,01% nach, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 um 0,24% bzw. 0,26% fielen und sich von den Rekordhochs zurückzogen, da sich die Spannungen zwischen den USA und Iran am Wochenende erneut verschärften. Führende Technologiewerte verzeichneten die Verluste, wobei Broadcom und Meta um mehr als 2% fielen, während Microsoft, Nvidia und Alphabet um über 1% nachgaben.
Präsident Trump erklärte, er werde den Waffenstillstand mit Teheran wahrscheinlich nicht verlängern, falls vor Ablauf in dieser Woche keine Einigung erzielt wird, und fügte hinzu, dass die Straße von Hormus blockiert bleiben werde, bis ein Abkommen abgeschlossen ist. Diese Entwicklungen trieben die Ölpreise und Inflationsrisiken nach oben, was die Wahrscheinlichkeit von Wetten auf Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) verringert.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.