DBS-Group-Research-Ökonom Philip Wee weist darauf hin, dass schwächere US-Inflations- und Arbeitsmarktdaten den Dollar-Index DXY nach dem Ausverkauf bei USD/JPY infolge gemeinsamer Interventionen der USA und Japans in einer Spanne von 99,4 bis 100,1 Punkten gehalten haben. Die Märkte haben die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank im September deutlich zurückgenommen. Ein wachsendes US-Haushaltsdefizit und die schwächere Finanzlage der Vereinigten Staaten gelten zudem als Belastungsfaktoren für den Renditevorteil von US-Anleihen und damit auch für den Dollar.
„Die US-Verbraucherpreisinflation entsprach weitgehend den Markterwartungen. Sie fiel weder stark noch schwach genug aus, um den DXY-Index aus seiner niedrigeren Spanne von 99,4 bis 100,1 Punkten ausbrechen zu lassen, die sich nach dem Ausverkauf bei USD/JPY infolge der gemeinsamen Interventionen der USA und Japans herausgebildet hatte.“
„Die Märkte haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im September über Nacht von 72 Prozent Ende Juli auf 40 Prozent gesenkt. Ausschlaggebend waren der schwache US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag und die niedrigeren Inflationsdaten.“
„Da die durchschnittlichen Stundenlöhne moderat gesunken sind und sich damit angesichts eines schwächer als erwarteten Arbeitsmarktes ähnlich wie die Kerninflation entwickeln, dürften sich die Fed-Vertreter weniger Sorgen über eine Wiederholung der Zweitrundeneffekte bei der Inflation machen, wie sie nach der Corona-Pandemie aufgetreten waren.“
„Die geschwächte Finanzlage der USA schmälert den Renditevorteil von US-Anleihen, der den Dollar bislang gestützt hat.“