Die Dow Jones-Futures legen um 0,18 % zu und notieren während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag nahe 53.220. Unterdessen steigen die S&P 500-Futures um 0,16 % auf rund 7.690, während die Nasdaq 100-Futures um 0,03 % auf etwa 29.200 zulegen.
Die US-Aktienfutures legen zu, da sich der Druck auf die Aktien nach einer Pause beim jüngsten Anstieg der Ölpreise und Anleiherenditen zu verringern begann. Die Stimmung wurde zudem durch neue Konjunkturdaten geprägt, die eine deutliche Abkühlung am Arbeitsmarkt offenbarten. Laut ADP-Daten kamen im US-Privatsektor im August nur 38.000 Stellen hinzu, womit die von Ökonomen erwarteten 47.000 Stellen verfehlt wurden.
Trotz der schwächeren Arbeitsmarktdaten preisen die Finanzmärkte weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von rund zwei Dritteln für eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) noch in diesem Monat ein. Diese anhaltende Unsicherheit veranlasst Händler dazu, die anstehenden Konjunkturimpulse, insbesondere die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und den umfassenden Arbeitsmarktbericht Nonfarm Payrolls vom Freitag, genau zu beobachten, um ein klareres Signal für den nächsten geldpolitischen Schritt der Notenbank zu erhalten.
Die Dynamik an den Futures-Märkten folgt auf eine solide Entwicklung in der vorangegangenen Sitzung, in der die Wall Street ihre dreitägige Verlustserie erfolgreich beendete. Am Mittwoch stieg der Dow Jones Industrial Average um 0,56 %, der S&P 500 legte um 0,46 % zu und der Nasdaq Composite gewann 0,45 %, wobei die Marktgewinne vor allem von starken Entwicklungen in den Sektoren Werkstoffe, Kommunikationsdienste und Gesundheitswesen getragen wurden.
Laut Strategen der Deutschen Bank "stabilisierten sich die US-Aktien gestern endlich", wobei der S&P 500 "(+0,46 %) sich nach 3 aufeinanderfolgenden Rückgängen erholte." Sie heben hervor, dass die Bewegung "durch eine ordentliche Rallye der Mag 7 (+0,76 %) gestützt wurde, die wiederum von Nvidia (+3,21 %) und Meta (+2,47 %) angeführt wurden," was die anhaltende Führungsrolle der Mega-Cap-Technologie bei der Unterstützung des breiteren Index unterstreicht.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.