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DAX Futures vor Richtungsentscheidung: Diese Marke ist jetzt entscheidend

Quelle Fxstreet

Bei den DAX Futures wird es jetzt ernst. Der kurzfristige Trend zeigt klar nach unten, das Momentum wird schwächer und gleich mehrere technische Widerstände versperren den Weg nach oben. Gleichzeitig nähert sich der Markt einer Zone, die für den langfristigen Trend kaum wichtiger sein könnte.

Am Freitagmorgen notieren die DAX Futures bei 25.206,5 Punkten und damit 0,29 % im Plus. Das klingt zunächst nach Entspannung. Doch der Schein trügt. Die aktuelle Tageskerze ist noch nicht abgeschlossen, weshalb das technische Signal bislang nicht bestätigt ist.

Viel wichtiger ist etwas anderes: Unterhalb des aktuellen Kurses wartet zwischen 24.850 und 24.950 Punkten eine massive Unterstützungszone. Dort treffen mehrere langfristig relevante Marken zusammen. Hält dieser Bereich, könnte der jüngste Rücksetzer lediglich eine Korrektur bleiben. Fällt er dagegen, dürfte sich das Chartbild deutlich eintrüben.

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Die DAX Futures geraten technisch unter Druck

Der kurzfristige Trend sieht derzeit schwach aus.

Die DAX Futures notieren unter dem 20-Tage-Durchschnitt von 25.582,2 Punkten. Allein das zeigt, dass die Käufer kurzfristig an Kontrolle verloren haben.

Hinzu kommt die Ichimoku-Wolke, die aktuell ungefähr zwischen 25.646,5 und 25.724,5 Punkten verläuft. Auch darunter liegt der Kurs.

Das Problem dabei: Oberhalb des aktuellen Niveaus wartet damit nicht nur ein einzelner Widerstand. Gleich mehrere technische Hürden liegen dicht beieinander.

Auch das Momentum liefert aktuell wenig Grund für Optimismus.

Der MACD ist bearish. Die MACD-Linie liegt bei rund -176,15 Punkten, die Signallinie dagegen bei etwa -134,22 Punkten. Das negative Momentum nimmt damit weiter zu.

Kurzfristig spricht also einiges für die Verkäufer.

Langfristig sieht die Situation aber noch nicht ganz so kritisch aus.

Denn die DAX Futures handeln weiterhin oberhalb der 200-Tage-Linie bei 24.936,8 Punkten. Solange diese Marke hält, lässt sich noch nicht von einem klar gebrochenen langfristigen Aufwärtstrend sprechen.

Genau deshalb wird der Bereich knapp unterhalb von 25.000 Punkten jetzt so wichtig.

Bei 24.850 Punkten entscheidet sich der nächste große Schritt

Zwischen 24.850 und 24.950 Punkten laufen gleich mehrere technische Marken zusammen.

Die 200-Tage-Linie liegt bei 24.936,8 Punkten. Das 38,2-%-Fibonacci-Retracement verläuft ungefähr bei 24.905 Punkten. Hinzu kommt eine charttechnische Unterstützung im Bereich von rund 24.936 Punkten.

Das ist kein gewöhnlicher Support.

Wenn mehrere technische Marken nahezu auf demselben Niveau zusammentreffen, gewinnt eine solche Zone häufig zusätzlich an Bedeutung.

Für die DAX Futures dürfte deshalb insbesondere der Tagesschlusskurs entscheidend werden.

Ein Schlusskurs unterhalb von 24.850 Punkten würde die langfristige Struktur deutlich schwächen. In diesem Fall rückt zunächst die Marke von rund 24.361 Punkten in den Fokus.

Sollte auch dort kein Halt gefunden werden, wäre der nächste relevante Bereich bei 23.817 Punkten zu suchen.

Damit ist klar: Unterhalb von 24.850 Punkten würde aus der aktuellen Schwäche ein wesentlich ernsteres technisches Signal.

Nach oben ist der Weg allerdings ebenfalls alles andere als frei.

Der erste wichtige Widerstand wartet bei 25.582,2 Punkten an der 20-Tage-Linie. Danach folgt der SuperTrend bei 25.791,9 Punkten.

Noch höher liegen die 50-Tage-Linie bei 25.928,5 Punkten und eine wichtige Bollinger-Band-Marke bei 26.128 Punkten.

Genau darin liegt momentan das Dilemma.

Die DAX Futures befinden sich zwischen einer starken Unterstützung auf der Unterseite und gleich mehreren Widerständen auf der Oberseite. Eine klare Richtung fehlt damit noch.

Dieses Szenario wäre für Short-Trader besonders spannend

Wer offensiver handelt, könnte zunächst auf eine Erholung warten.

Interessant wäre insbesondere der Bereich um 25.550 Punkte. Sollte der Markt dorthin zurücklaufen und anschließend erneut nach unten drehen, könnte sich daraus ein Short-Signal ergeben.

Bei einem Einstieg um 25.550 Punkte würde ein möglicher Stopp bei 25.850 Punkten liegen. Damit befände er sich oberhalb der wichtigen Widerstands- und Trendstruktur.

Das erste Kursziel wäre anschließend die Zone um 24.950 Punkte.

Das ergibt ein Chance-Risiko-Verhältnis von rund 2,0 zu 1.

Die Wahrscheinlichkeit dieses Szenarios lässt sich als mittel einstufen. Das Momentum spricht zwar für weiter fallende Kurse, allerdings befindet sich die langfristige Unterstützung bereits relativ nahe.

Wer bereit ist, mehr Schwankungen auszuhalten, könnte bei demselben Einstieg von 25.550 Punkten und einem Stopp bei 25.850 Punkten auf einen deutlich stärkeren Rückgang bis 24.360 Punkte setzen.

Das Chance-Risiko-Verhältnis würde in diesem Fall auf rund 3,96 zu 1 steigen.

Dafür müsste allerdings genau das passieren, was bislang noch nicht bestätigt ist: Die große Unterstützungszone müsste brechen.

Für geduldigere Trader könnte deshalb ein anderer Ansatz interessanter sein.

Statt bereits vorher auf fallende Kurse zu setzen, ließe sich zunächst ein bestätigter Ausbruch unter 24.850 Punkte abwarten.

Bei einem Short-Einstieg unterhalb dieser Marke und einem Stopp bei 25.850 Punkten läge das erste Kursziel bei 24.360 Punkten.

Ausgehend von einem Einstieg bei 24.850 Punkten ergibt sich allerdings nur ein Chance-Risiko-Verhältnis von rund 0,49 zu 1.

Die Bestätigung des Ausbruchs verbessert zwar das Timing, dafür fällt das zunächst verfügbare Gewinnpotenzial relativ klein aus. Deshalb ist dieses Szenario nur mit niedriger bis mittlerer Überzeugung einzustufen.

Interessanter würde es bei einem Kursziel von 23.817 Punkten.

Hier läge das Chance-Risiko-Verhältnis ausgehend von 24.850 Punkten bei rund 1,03 zu 1.

Damit dieses Ziel realistisch wird, müsste sich das negative Momentum nach dem Bruch der Unterstützung allerdings weiter fortsetzen.

Einen wichtigen Punkt sollte man dabei nicht durcheinanderbringen.

Das Kursziel von 24.950 Punkten gilt ausschließlich für einen Short-Einstieg auf höherem Niveau um 25.550 Punkte. Wer erst unterhalb von 24.850 Punkten einsteigt, kann 24.950 Punkte natürlich nicht mehr als Abwärtsziel verwenden, weil diese Marke bereits oberhalb des Einstiegs liegt.

Ab 25.800 Punkten könnte sich das Blatt wenden

Die aktuelle Schwäche ist noch längst kein endgültiges Urteil über den weiteren Verlauf.

Ein nachhaltiger Anstieg über 25.800 Punkte würde das bearishe Setup deutlich infrage stellen.

In diesem Fall wäre zunächst die 50-Tage-Linie bei 25.928,5 Punkten wieder erreichbar. Darüber könnte sich der Weg in Richtung 26.128 Punkte öffnen.

Genau das wäre das Signal dafür, dass die Käufer wieder stärker zurückkommen.

Auf der Unterseite gibt es dagegen eine ebenso klare Marke.

Ein Tagesschlusskurs unter 24.850 Punkten würde den tieferen Ausbruch bestätigen.

Prallt der Markt dagegen zwischen 24.850 und 24.950 Punkten nach oben ab, wäre das ein Zeichen dafür, dass Käufer die langfristige Trendstruktur weiterhin verteidigen.

Damit sind die entscheidenden Marken für die kommenden Handelstage ziemlich klar.

Unterhalb von 25.582 Punkten bleibt der kurzfristige Trend bearish. Gleichzeitig erscheint es bei einem Kurs von 25.206,5 Punkten wenig attraktiv, fallenden Kursen einfach hinterherzulaufen. Dafür ist die große Unterstützung bereits zu nah.

Das sauberere Signal wäre entweder eine erneute Ablehnung im Bereich zwischen 25.550 und 25.800 Punkten oder ein bestätigter Bruch unter 24.850 Punkte.

Bis dahin befinden sich die DAX Futures genau zwischen zwei Welten: kurzfristiger Abwärtsdruck auf der einen Seite und langfristiger Unterstützung auf der anderen.

Und genau diese Spannung macht die Marke von 24.850 Punkten jetzt so wichtig.

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