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Asiatische Aktienmärkte gleichen einige frühe Verluste aus, die Krise im Nahen Osten bleibt Hauptsorge

Quelle Fxstreet
  • Die asiatischen Aktienmärkte sehen sich dem Zorn der erneuten Spannungen im Nahen Osten ausgesetzt, haben aber den Großteil ihrer frühen Verluste wieder aufgeholt.
  • Die IRGC des Iran warnt vor einer entschlosseneren Reaktion gegen die USA, falls diese erneut angreifen.
  • Anleger warten auf die US-PCE-Inflationsdaten für April.

Die Aktienmärkte in Asien haben den Großteil ihrer frühen Verluste wieder aufgeholt, liegen aber weiterhin deutlich im Minus, da der Austausch von Angriffen zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran die Krise im Nahen Osten verschärft hat.

Zum Zeitpunkt der Abfassung liegt der Nikkei 225 fast 1 % im Minus bei rund 64.600, der Hang Seng fällt um 1,3 % auf rund 25.000 und der KOSPI stürzt um 0,55 % auf rund 8.185 ab. Unterdessen sind die indischen Aktienmärkte am Donnerstag aufgrund von Bakri Id geschlossen. Dennoch stehen die Nifty-Futures unter dem Druck der erneuten Spannungen im Nahen Osten und notieren über 1 % im Minus bei rund 23.650.

Früher am Tag berichtete die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) des Iran, dass sie US-Militärstützpunkte angegriffen habe und eine „entschlossenere“ Reaktion androhte, falls dies wiederholt werde. Die IRGC fügte hinzu, dass diese militärischen Angriffe eine Vergeltung für US-Angriffe in der Nähe des Flughafens Bandar Abbas seien.

Dies war der zweite Angriff der USA in dieser Woche, nach den sogenannten „defensiven Schlägen“ des Central Command gegen iranische Boote, die Minen auslegten.

Die erneuten Spannungen im Nahen Osten haben im Tagesverlauf die Ölpreise steigen lassen. Der WTI-Ölpreis notiert 1,7 % höher bei rund 89,85 USD. Höhere Ölpreise sind ein ungünstiges Szenario für die Aktienmärkte in Asien, da diese stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind.

In der nächsten Zeit werden sich die Anleger auf die US-Daten zum Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für April konzentrieren, die um 12:30 GMT veröffentlicht werden. Die Anleger werden die US-Inflationsdaten genau beobachten, um neue Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) zu erhalten.

 

Asiatische Aktien - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Asien trägt rund 70 Prozent zum weltweiten Wirtschaftswachstum bei und beheimatet mehrere bedeutende Börsenbarometer. In den entwickelten Volkswirtschaften der Region ragen vor allem der Nikkei 225, der 225 Unternehmen an der Börse Tokio umfasst, sowie der südkoreanische KOSPI heraus. China verfügt mit dem Hang Seng Index, dem Shanghai Composite und dem Shenzhen Composite über drei zentrale Indizes. Als große Schwellenwirtschaft rückt zudem Indien stärker in den Fokus internationaler Investoren, die vermehrt in Unternehmen investieren, die im BSE Sensex und im Nifty 50 gelistet sind.

Die großen Volkswirtschaften Asiens unterscheiden sich deutlich in ihrer Struktur, entsprechend variieren auch die prägenden Sektoren. Technologieunternehmen haben in Japan und Südkorea ein starkes Gewicht und gewinnen auch in China zunehmend an Bedeutung. Finanzdienstleister prägen insbesondere Börsenplätze wie Hongkong oder Singapur, die als wichtige regionale Finanzzentren gelten. In China und Japan spielt zudem die Industrie eine zentrale Rolle, etwa in der Automobilproduktion oder der Elektronikfertigung. Mit dem Wachstum der Mittelschicht in Ländern wie China und Indien gewinnen außerdem Einzelhandel und E-Commerce an Bedeutung.

Die Entwicklung asiatischer Aktienindizes wird von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst. Maßgeblich sind vor allem die Geschäftszahlen der im jeweiligen Index enthaltenen Unternehmen, die im Rahmen von Quartals- und Jahresberichten veröffentlicht werden. Darüber hinaus spielen die wirtschaftlichen Fundamentaldaten der einzelnen Länder, geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken sowie die Fiskalpolitik der Regierungen eine wichtige Rolle. Auch politische Stabilität, technologischer Fortschritt und die Rechtsstaatlichkeit können die Märkte beeinflussen. Hinzu kommt die Entwicklung der US-Börsen, da sich viele asiatische Märkte häufig an den Vorgaben der Wall Street orientieren. Schließlich wirkt sich auch die allgemeine Risikostimmung an den Finanzmärkten aus, da Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren als risikoreichere Anlageform gelten.

Aktieninvestitionen sind grundsätzlich mit Risiken verbunden. In Asien kommen spezifische regionale Faktoren hinzu. Die politischen Systeme reichen von gefestigten Demokratien bis hin zu autoritären Strukturen, wodurch sich Stabilität, Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und Anforderungen an die Unternehmensführung teils deutlich unterscheiden. Geopolitische Spannungen wie Handelskonflikte oder territoriale Auseinandersetzungen können ebenso für Kursschwankungen sorgen wie Naturkatastrophen. Zudem beeinflussen Wechselkursbewegungen die Bewertung von Aktienmärkten in der Region. Besonders exportorientierte Volkswirtschaften reagieren empfindlich auf Währungsschwankungen: Eine starke Landeswährung kann die Wettbewerbsfähigkeit im Ausland beeinträchtigen, während eine schwächere Währung die Exportchancen verbessert.


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