EUR/GBP gibt am Freitag nach und rutscht in Richtung der 0,8580er-Marke. Das Währungspaar war zuvor bis an die Spitze seiner jüngsten Handelsspanne im Bereich der hohen 0,8590er gestiegen, bevor ihm die Luft ausging.
Die Europäische Zentralbank (EZB) lieferte wie erwartet eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps). Infolgedessen lagen der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte, die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität bei 2,65 %, 2,90 % bzw. 2,50 %.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde wollte sich nicht auf den nächsten Schritt festlegen und wiederholte, dass die Zentralbank weiterhin datenabhängig sei und von Sitzung zu Sitzung entscheiden werde. Sie fügte hinzu, dass die Inflationserwartungen über kürzere Horizonte hinweg erhöht bleiben, und hob damit die Risiken hervor, die mit dem zunehmenden Preisdruck im Zuge des Konflikts im Nahen Osten verbunden sind.
Die Aktivitätsdaten aus dem Vereinigten Königreich (UK) fielen stärker aus, wobei das monatliche Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Industrieproduktion und die verarbeitende Produktion allesamt die Erwartungen übertrafen. Auch die Inflationserwartungen der britischen Verbraucher haben sich erhöht, und eine Öffentlichkeit, die mit höheren Preisen rechnet, stützt tendenziell das Argument dafür, dass die Bank of England (BoE) restriktiv bleiben sollte.
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert EUR/GBP bei 0,8582 und hält sich damit knapp über dem 100-Perioden-Simple Moving Average (SMA) bei 0,8576, wird jedoch von einem nahegelegenen Widerstandscluster gedeckelt. Der 20-Perioden-SMA bei 0,8587 bildet zusammen mit den horizontalen Barrieren bei 0,8584 und 0,8585 eine enge Obergrenze, die den kurzfristigen Bias leicht bärisch hält, solange der Kurs darunter gefangen bleibt. Der Relative Strength Index (RSI) um 43 tendiert nach unten und deutet darauf hin, dass Aufwärtsversuche unter diesem Angebotsüberhang weiter abverkauft werden könnten.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 0,8584 und 0,8585, wobei der 20-Perioden-SMA und ein zusätzliches horizontales Niveau eine stärkere Begrenzung nahe 0,8587 bilden. Auf der Unterseite befindet sich die unmittelbare Unterstützung am jüngsten Tief bei etwa 0,8578, vor dem 100-Perioden-SMA, der die Struktur nahe 0,8576 stützt; ein klarer Bruch unter diese Spanne würde eine tiefere Korrekturphase eröffnen, während ein nachhaltiger Anstieg über 0,8587 erforderlich wäre, um den aktuellen Druck zu lindern.
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