Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, tendiert im frühen europäischen Handel leicht positiv, bleibt jedoch innerhalb der breiteren Handelsspanne des Vortags gefangen. Der Index handelt derzeit knapp über der Marke von 99,00, da Anleger gespannt auf die Veröffentlichung der jüngsten US-Verbraucherinflationszahlen warten, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed) und die kurzfristige Entwicklung zu erhalten.
In der Zwischenzeit deutete der am Donnerstag veröffentlichte Bericht zum US-Erzeugerpreisindex (EPI) auf weiterhin hartnäckigen Inflationsdruck hin, was Händler dazu veranlasste, ihre Wetten auf eine Zinserhöhung im September zu erhöhen. Darüber hinaus wirken Inflationssorgen aufgrund der Energiepreise sowie anhaltende geopolitische Risiken infolge einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin als Rückenwind für den sicheren US-Dollar (USD). Dies spricht für die Bullen und stützt die Argumente für weitere Gewinne.
Der DXY wird durch den 200-Perioden-Simple Moving Average (SMA) bei 99,12 und eine Reihe höherer Fibonacci-Retracements gedeckelt, was den kurzfristigen Ton trotz eines moderat bullischen Relative Strength Index (RSI) um 59 vorsichtig hält. Allerdings deutet ein leicht negativer und abflachender Moving Average Convergence Divergence (MACD) (12, 26, 9) darauf hin, dass das Aufwärtsmomentum an Dynamik verliert, während der Index auf dem 4-Stunden-Chart unter seinem 200-Perioden-SMA bleibt.
Unterdessen wird das 38,2%-Fibonacci-Retracement des Rückgangs vom monatlichen Swing-Hoch bei 99,08 aktiv als Pivot getestet. Darauf folgt die nächste relevante Unterstützung beim 23,6%-Fibo.-Retracement bei 98,89, wobei eine tiefere bärische Ausdehnung den unteren strukturellen Boden um 98,59 freilegen würde. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 200-Perioden-SMA bei 99,12, gefolgt vom 50,0%-Retracement bei 99,23 und dem 61,8%-Niveau bei 99,38. Weitere Gewinne würden dann auf zusätzliche Hürden bei 99,59 und dem jüngsten Zyklushochbereich nahe 99,86 treffen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Inflationäre oder deflationäre Tendenzen werden erfasst, indem regelmäßig die Preise eines repräsentativen Warenkorbs aus Gütern und Dienstleistungen zusammengezählt und als Verbraucherpreisindex (VPI) dargestellt werden. Diese VPI-Daten werden monatlich erhoben und vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht. Der Jahresvergleich (Year-over-Year, YoY) stellt die Preise im aktuellen Referenzmonat denen desselben Monats des Vorjahres gegenüber. Der VPI gilt als wichtiger Indikator zur Messung der Inflation und der Entwicklung der Kaufkraft. In der Regel wird ein hoher Wert als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD) bewertet, während ein niedriger Wert als negativ (bärisch) gilt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Fr Sept. 11, 2026 12:30
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 3.4%
Vorher: 3.4%
Quelle: US Bureau of Labor Statistics
Die US-Notenbank (Fed) verfolgt ein doppeltes Mandat: die Sicherstellung von Preisstabilität und maximaler Beschäftigung. Gemäß diesem Auftrag sollte die Inflation bei etwa 2 % im Jahresvergleich liegen. Doch genau dieser Aspekt stellt seit der Pandemie – die die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflusst – die größte Herausforderung für die Zentralbank dar. Der Preisdruck bleibt hoch, da anhaltende Lieferkettenprobleme und Engpässe die Teuerung weiter anheizen. Gleichzeitig verharrt der Verbraucherpreisindex (CPI) auf einem Mehrjahreshoch. Die Fed hat bereits erste Maßnahmen ergriffen, um die Inflation einzudämmen, und wird ihre restriktive Geldpolitik voraussichtlich auch in absehbarer Zukunft beibehalten.