Dow-Jones-Futures steigen um 0,46% und notieren während der europäischen Handelsstunden am Freitag nahe 52.350. Unterdessen legen S&P-500-Futures um 0,44% zu und handeln bei rund 7.630, während Nasdaq-100-Futures um 0,45% leicht nachgeben und nahe 29.260 notieren.
US-Aktien-Futures legen nach einem Rückgang in der vorherigen regulären US-Sitzung zu, der durch jüngste Daten zum Erzeugerpreisindex (EPI) ausgelöst wurde, die die Erwartungen für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September nach oben getrieben hatten.
Das CME FedWatch Tool signalisiert jedoch einen leichten Rückgang der Markterwartungen für eine Zinserhöhung der Fed in der kommenden Woche. Die Märkte preisen derzeit mit nahezu 70% eine Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein, nach zuvor 72% in der asiatischen Sitzung. Anleger warten zudem gespannt auf den bevorstehenden US-Verbraucherpreisindex-Bericht, der diese Erwartungen an eine geldpolitische Straffung weiter untermauern könnte.
Das US Bureau of Labor Statistics teilte mit, dass der Gesamt-Erzeugerpreisindex im August im Jahresvergleich um 5,4% gestiegen ist. Damit legte der Wert gegenüber dem Anstieg von 4,8% im Juli zu und übertraf die Analystenschätzungen von 5,3%. Auf Monatsbasis entsprach der Gesamt-EPI mit einem Anstieg von 0,4% den Erwartungen, während der Kern-EPI um 0,2% zulegte und damit leicht schwächer als zunächst erwartet ausfiel.
Strategen bei BNY Markets argumentieren, dass das Kommunikationsumfeld der Fed weiterhin ein wesentlicher Treiber des Volatilitätsregimes bei den Zinsen bleibt. Sie vertreten die Ansicht, dass "wenn die Guidance knapp bleibt und die Märkte den geldpolitischen Pfad weiterhin aus volatilen eingehenden Daten ableiten, der breitere Fall für erhöhte Zinsvolatilität bestehen bleiben sollte," und bekräftigen damit ihre Einschätzung, dass Anleger aufmerksam verfolgen sollten, wie geldpolitische Signale – oder deren Fehlen – die Volatilitätslandschaft entlang der Zinskurve prägen.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.