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EUR/USD fällt unter die Marke von 1,1500, während die Märkte auf die Zin Entscheidungen der Fed und der EZB warten

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD schwächt sich am Dienstag im frühen europäischen Handel auf etwa 1,1490. 
  • Die Fed wird die Zinssätze auf ihrer März-Sitzung am Mittwoch voraussichtlich unverändert lassen.
  • Die EZB wird am Donnerstag voraussichtlich ihren Einlagenzins stabil halten. 

Das Paar EUR/USD handelt am Dienstag im frühen europäischen Handel im negativen Bereich um 1,1490. Der US-Dollar (USD) stärkt sich gegenüber dem Euro (EUR), da die steigenden Ölpreise aufgrund des Krieges zwischen den USA und Israel gegen den Iran die Händler zunehmend besorgt über die Inflation machen, was zu einer scharfen Neubewertung der Zinserwartungen der Federal Reserve (Fed) führt. Die Zinssatzentscheidungen der Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) werden später in dieser Woche im Fokus stehen. 

Die US-Notenbank wird voraussichtlich ihren Leitzins bei der Beendigung ihrer zweitägigen Sitzung am Mittwoch in der aktuellen Spanne von 3,50% bis 3,75% unverändert lassen. Die steigenden Ölpreise seit Beginn des Iran-Kriegs haben Analysten dazu veranlasst, ihre Erwartungen an Zinssenkungen nach hinten zu verschieben. Die Ökonomen von Goldman Sachs haben die Wetten auf Zinssenkungen der Fed im Juni aufgrund eines "höheren Inflationspfades" zurückgenommen. Sie sagten Zinssenkungen im September und Dezember voraus, im Gegensatz zu Juni und September zuvor.

Was den Euro betrifft, so wird erwartet, dass die EZB ihren Leitzins bei ihrer März-Sitzung am Donnerstag bei 2,0% stabil hält. Dennoch deutete das Mitglied des EZB-Rats, Peter Kazimir, an, dass die Entscheidungsträger möglicherweise früher als erwartet eine Zinserhöhung in Betracht ziehen könnten.

Die Zinsfutures preisen eine Zinserhöhung bis Ende Juli vollständig ein und sehen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 55% für eine zweite Erhöhung bis Ende Dezember. Ökonomen, die vom Reuters-Umfragezeitraum vom 9. bis 13. März befragt wurden, hielten jedoch an ihrer langjährigen Ansicht von stabilen Zinsen fest.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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