Das NZD/USD-Paar zieht während der frühen Handelsstunden in Europa am Dienstag einige Verkäufer auf etwa 0,5820 an. Der US-Dollar (USD) legt gegenüber dem Kiwi zu, während die Händler die Entwicklungen im Iran-Krieg abwägen. Die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) wird später am Mittwoch im Mittelpunkt stehen, wobei keine Änderung der Zinssätze erwartet wird.
Der Nahe Osten steht im Fokus, da der US-israelische Krieg gegen den Iran in die dritte Woche geht. Die Märkte scheinen besorgt zu sein, dass ein Anstieg der Rohölpreise nach den US-Israel-Angriffen auf den Iran den Inflationsdruck wiederbeleben und die US-Zentralbank zwingen könnte, die Zinssenkungen zu verzögern. Es wird erwartet, dass die Fed ihren Leitzins am Mittwoch in der aktuellen Spanne von 3,50% bis 3,75% unverändert lässt.
Händler werden die Äußerungen von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell nach der Zinsentscheidung genau beobachten. Die Pressekonferenz am Mittwoch könnte Powells vorletzte sein, da seine Amtszeit als Vorsitzender im Mai endet. Jede hawkische Bemerkung von Fed-Beamten könnte den Greenback beflügeln und dem Paar kurzfristig Gegenwind verleihen.
Die Aufmerksamkeit wird sich am Donnerstag auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Neuseelands für das vierte Quartal (Q4) richten. Das vierteljährliche und jährliche BIP wird voraussichtlich um 0,4% bzw. 1,6% wachsen. Sollten die Berichte stärkere als erwartete Ergebnisse zeigen, könnte dies den Kiwi gegenüber dem USD stärken.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.