Das Paar USD/CHF verliert im frühen europäischen Handel am Freitag bis auf rund 0,7905 an Boden. Ein fragiler zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran bietet einer sicheren Hafenwährung wie dem Schweizer Franken (CHF) gegenüber dem US-Dollar (USD) etwas Unterstützung.
Vor den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan bombardiert Israel weiterhin den Libanon, nachdem es am Mittwoch bei Angriffen im ganzen Land mehr als 300 Menschen getötet und mindestens 1.150 verletzt hat. Am frühen Freitag sagte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu, dass es „keinen Waffenstillstand im Libanon“ gebe und Israel „die Hisbollah mit voller Kraft angreifen“ werde, während das Militär des Landes neue Angriffe startete.
Händler werden den US-Verbraucherpreisindex (VPI) für März, der später am Freitag veröffentlicht wird, genau beobachten. Für den Gesamt-VPI wird ein Anstieg von 3,3 % im Jahresvergleich im März erwartet, verglichen mit 2,4 % im Februar, angetrieben durch stark gestiegene Ölpreise aufgrund des Kriegs im Nahen Osten. Jegliche Anzeichen einer höheren Inflation in den USA könnten den Greenback gegenüber dem CHF kurzfristig stärken.
Im Tageschart bewegt sich USD/CHF knapp oberhalb des 100-Tage-Exponentiell Gleitenden Durchschnitts (EMA) bei 0,7893, der nahe Unterstützung bietet, bleibt jedoch durch den 20-Tage-SMA der Bollinger-Bänder um 0,7932 gedeckelt, was den übergeordneten Ton neutral und in einer Handelsspanne hält. Der Relative Strength Index (RSI) bei 49 ist im Wesentlichen flach, was darauf hindeutet, dass nach dem jüngsten Rücksetzer von höheren Niveaus die richtungsweisende Überzeugung fehlt.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am Bollinger-Mittelwert/20-Tage-SMA nahe 0,7930; ein Ausbruch darüber würde die obere Bollinger-Band-Grenze bei etwa 0,8032 als nächste Hürde freigeben. Auf der Unterseite wird unmittelbare Unterstützung am 100-Tage-EMA bei 0,7895 gesehen; ein klarer Bruch unter dieses Niveau würde den Weg zur unteren Bollinger-Band-Unterstützung um 0,7832 öffnen, wo Käufer versuchen könnten, die breitere Handelsspanne zu verteidigen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.