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EUR/USD gewinnt über 1,1700 an Stärke, da die EZB die Zinsen unverändert lässt

Quelle Fxstreet
  • Das Paar EUR/USD gewinnt im frühen asiatischen Handel am Freitag auf fast 1,1730 an Boden. 
  • Die EZB beließ die Zinsen auf ihrer geldpolitischen Sitzung im April am Donnerstag unverändert. 
  • Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran könnten den US-Dollar als sicheren Hafen stärken. 

Das Paar EUR/USD zieht im frühen asiatischen Handel am Freitag einige Käufer auf rund 1,1730 an. Der Euro (EUR) gewinnt gegenüber dem US-Dollar (USD) an Stärke, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Sitzung im April die Zinssätze unverändert gelassen hat. 

Der EZB-Rat entschied sich am Donnerstag, den Leitzinssatz für die Einlagenfazilität trotz eines Inflationsanstiegs in der Eurozone seit Beginn des Kriegs im Iran bei 2 % zu belassen. Laut der Erklärung sagte die Zentralbank, dass der Inflationsausblick weitgehend unverändert sei: „Die Aufwärtsrisiken für die Inflation und die Abwärtsrisiken für das Wachstum haben sich verstärkt.“

Die EZB erklärte, dass sie die Lage genau beobachten und einen datenabhängigen sowie sitzungsweisen Ansatz zur Bestimmung ihrer geldpolitischen Haltung verfolgen werde. Ökonomen erwarten eine mögliche Zinserhöhung um 25 Basispunkte, die den Leitzins auf 2,25 % bei der Juni-Sitzung anheben würde.

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten könnte eine sichere Hafenwährung wie den Greenback stärken und dem Hauptwährungspaar Gegenwind verleihen. US-Präsident Donald Trump sagte laut einem Bloomberg-Bericht vom Donnerstag, er halte an einer Seeblockade iranischer Häfen fest, angesichts der Befürchtung, dass die wichtige Straße von Hormus nicht so bald wieder geöffnet werde. 

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.


 

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