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Neuseeland-Dollar fällt unter 0,5850, da die USA eine Welle von Angriffen gegen den Iran starten

Quelle Fxstreet
  • NZD/USD fällt im frühen europäischen Handel am Freitag auf rund 0,5840.
  • Die USA starteten eine neue Angriffswelle auf den Iran, was eine sichere Hafenwährung wie den US-Dollar stärkt.
  • Conway von der RBNZ signalisierte weitere Straffungen, da der Konflikt das Inflationsrisiko erhöht.

Das Paar NZD/USD gibt im frühen europäischen Handel am Freitag auf rund 0,5840 nach. Der neuseeländische Dollar (NZD) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) ab, da die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten eine Risikoaversion auslösen und risikoreiche Anlagen belasten. Händler warten später am Freitag auf die vorläufige Veröffentlichung des Michigan Consumer Sentiment Index für Juli.

Die USA führen an sechsten Tag in Folge schwere Angriffe auf den Iran durch. Beamte aus Bandar Abbas im Süden Irans berichteten, dass zivile Infrastruktur, darunter Energieanlagen und ein Bahnhof, getroffen wurden.

Unterdessen erklärte die iranische Islamische Revolutionsgarde (IRGC) laut der Nachrichtenagentur Tasnim, dass kein Öl oder Gas durch die Straße von Hormus exportiert werde, solange die US-Angriffe andauern. Die IRGC gab an, einen Angriff auf das US-Kommandozentrum in Al-Tanf, Syrien, gestartet zu haben. Das iranische Militär erklärte zudem, dass es US-Maritime-Überwachungsradar in Oman ins Visier genommen habe.

Der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem Iran könnte Zuflüsse in sichere Häfen begünstigen, den Greenback stützen und dem Paar kurzfristig Gegenwind bescheren.

Ein hawkischer Ton der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) könnte helfen, die Verluste des Kiwi zu begrenzen. Letzte Woche entschied die RBNZ, ihren Leitzins (Official Cash Rate, OCR) um 25 Basispunkte auf 2,50 % anzuheben und deutete an, dass aufgrund der Risiken einer anhaltenden und hartnäckigen Inflation weitere Zinserhöhungen notwendig sein könnten.

Der Chefökonom der RBNZ, Conway, sagte Anfang der Woche, dass der Konflikt im Nahen Osten die Geldpolitik auf dieselbe Weise erschwere wie alle Angebotsschocks. Er fügte hinzu, dass die Entwicklungen im Nahen Osten in der vergangenen Woche Aufwärtsrisiken für die Prognose der RBNZ für das Septemberquartal signalisierten.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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