NZD/USD zieht sich am Mittwoch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf rund 0,5940 zurück und liegt damit im Tagesverlauf 0,60% im Minus. Der neuseeländische Dollar (NZD) gibt gegenüber dem US-Dollar (USD) nach, der nach der Veröffentlichung der jüngsten Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten (US) etwas Unterstützung findet.
Das Bureau of Economic Analysis (BEA) berichtet, dass der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) im Juli um 3,7% gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, unverändert gegenüber Juni, aber leicht über den von den Märkten erwarteten 3,6%. Auf Monatsbasis steigt der Index um 0,2%.
Der Kernpreisindex für die persönlichen Konsumausgaben, der volatile Lebensmittel- und Energiekomponenten ausschließt und ein von der Federal Reserve (Fed) genau beobachteter Inflationsindikator ist, bleibt bei 3,3% gegenüber dem Vorjahr stabil und entspricht damit den Erwartungen. Der Kernindex steigt ebenfalls um 0,2% gegenüber dem Vormonat.
Die leichte Aufwärtsüberraschung bei der Gesamtinflation bietet dem Greenback etwas Unterstützung, da anhaltender Preisdruck die Fed dazu veranlassen könnte, an einem restriktiven geldpolitischen Kurs festzuhalten. Die Reaktion bleibt jedoch begrenzt, da der Kernwert keine Überraschung liefert und der Bericht die Erwartungen für die September-Sitzung offenbar nicht wesentlich verändert.
Laut dem CME FedWatch-Tool preisen die Märkte für die nächste Sitzung der Fed eine Wahrscheinlichkeit von rund 36% für eine Zinserhöhung ein, ein Wert, der dem vor der Veröffentlichung der PCE-Daten weitgehend entspricht.
Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag auf dem Jackson Hole Economic Policy Symposium. Seine Äußerungen könnten neue Hinweise darauf liefern, wie die US-Notenbank die anhaltende Inflation und ihre geldpolitischen Absichten vor der September-Entscheidung einschätzt.
Auf neuseeländischer Seite bietet der geldpolitische Ausblick dennoch etwas Unterstützung für den Kiwi und könnte helfen, den Rückgang von NZD/USD zu begrenzen. Die Märkte erwarten bei der geldpolitischen Sitzung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) in der kommenden Woche eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte, ein Schritt, der die Kreditkosten bei Umsetzung auf 3 % anheben würde.
Die Divergenz zwischen einer RBNZ, die die Geldpolitik weiter straffen könnte, und einer Fed, deren nächster Schritt weiterhin unsicherer bleibt, könnte daher den Abwärtsdruck auf den neuseeländischen Dollar begrenzen, selbst wenn der US-Dollar kurzfristig von etwas stärker als erwarteten Inflationsdaten profitiert.
Im Stundenchart notiert NZD/USD bei 0,5937 und behält damit einen leicht bärischen kurzfristigen Ton bei, da der Kurs unter dem 100-Perioden-Simple Moving Average (SMA) bei 0,5964 liegt, während er sich knapp über dem 200-Perioden-SMA bei 0,5933 hält. Das Paar entfernt sich von den jüngsten Hochs, und der Relative Strength Index (RSI) nahe 32 nähert sich dem überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass der Abwärtsdruck anhält, aber an Dynamik verlieren könnte, falls es den Verkäufern nicht gelingt, einen klaren Durchbruch nach unten zu erzwingen.
Auf der Abwärtsseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 200-Perioden-SMA bei 0,5933, gefolgt von der horizontalen Unterstützung bei 0,5925, wo Käufer versuchen könnten, weitere Verluste zu begrenzen. Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand beim 100-Perioden-SMA bei 0,5964, vor der wichtigeren horizontalen Barriere bei 0,5985, und erst ein Anstieg über diese obere Begrenzung würde die aktuelle bärische Tendenz abschwächen und den Weg für eine nachhaltigere Erholung öffnen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)