EUR/GBP notiert am Mittwoch um 0,8570 und zeigt sich fest, da Hoffnungen auf eine Deeskalation im Golf dem Euro (EUR) einen leichten Auftrieb verleihen. Das Paar hat die 20- und 100-Perioden gleitenden Durchschnitte überschritten, die auf dem 4-Stunden-Chart gebündelt nahe 0,8558 liegen, und testet das Tageshoch im Bereich von 0,8574.
Die russische Agentur RIA Novosti berichtete am Dienstag, dass Washington und Teheran einem Waffenstillstand zugestimmt hätten, der die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus wiederherstellen würde, die vor dem Konflikt etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und des verflüssigten Erdgases (LNG) transportierte; eine Ankündigung wird in den kommenden Tagen erwartet. Für das energieimportierende Eurogebiet ist die Aussicht auf ruhigere Schifffahrtsrouten und niedrigere Treibstoffkosten ein relativer positiver Faktor, und sie hilft der Gemeinschaftswährung, gegenüber dem Pfund Sterling (GBP) leicht zuzulegen.
Berichte, wonach Iran seine Militärdoktrin auf eine offensivere Ausrichtung umgestellt hat, und dass die Gespräche mit Oman über das Management der Meerenge weiterhin unregelmäßig verlaufen, halten die Bewegung in Grenzen. Händler dürften abwarten, bis der Deal bestätigt ist, bevor sie ihn vollständig einpreisen.
Die deutschen Arbeitsmarktdaten werden am Freitag veröffentlicht, wobei erwartet wird, dass die Arbeitslosenquote im Juli bei 6,4 % verharrt, vor den August-Vertrauensumfragen der Eurozone.
Da der Kalender im Vereinigten Königreich (UK) ruhig ist, bleibt das Pfund Sterling vorerst vom allgemeinen Risikoumfeld abhängig, wodurch die Initiative derzeit beim Euro liegt. Solide Eurozonen-Umfragen oder eine formelle Bestätigung der Wiederöffnung von Hormus könnten EUR/GBP in Richtung der Region um 0,8575 steigen lassen.
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert EUR/GBP bei 0,8571 und behält einen leichten bullischen Bias bei, da das Paar über den 20-Perioden- und 100-Perioden Simple Moving Averages (SMAs) bleibt, die sich um 0,8558 gruppieren. Der Relative Strength Index (RSI) nahe 61 deutet auf ein solides, aber nicht überdehntes Aufwärtsmomentum hin, während unmittelbarer Widerstand auf der Oberseite vom nahegelegenen horizontalen Widerstand bei 0,8574 ausgeht.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim jüngsten Schlusskurs um 0,8571, wobei sich zwischen den horizontalen Marken bei 0,8565, 0,8562 und 0,8560 eine dichte Nachfragezone bildet, vor der SMA-Basis nahe 0,8558. Auf der Oberseite würde ein klarer Durchbruch über 0,8574 den Weg für weitere Gewinne öffnen und den kurzfristig konstruktiven Ton intakt halten, solange der Kurs über dem zugrunde liegenden Cluster gleitender Durchschnitte bleibt.
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