Der Silberpreis erholte sich am Freitag etwas und stieg um 0,84 %, steht jedoch kurz davor, die Woche mit einem Rückgang von über 6,50 % zu beenden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert XAG/USD bei 56,00 USD pro Feinunze, nachdem ein neues Jahrestief von 54,77 USD erreicht wurde.
Das weiße Metall beendete die Woche schwächer, da es XAG nicht gelang, die psychologische Marke von 60,00 USD zurückzuerobern, was eine Erholung ermöglicht und den Weg zum Hoch vom 6. Juli bei 63,28 USD hätte öffnen können. Dennoch bleibt die abwärtsgerichtete Marktstruktur intakt, und nach dem Erreichen neuer Jahrestiefs könnte sich die Möglichkeit ergeben, die am 13. November 2025 entstandene Tageshochs-umgewandelte-Unterstützung bei 54,39 USD zu testen.
Das Momentum bleibt abwärtsgerichtet, wie im Relative Strength Index (RSI) dargestellt. Daher ist der Weg des geringsten Widerstands nach unten geneigt.
Die erste Unterstützung liegt bei 55,00 USD. Darunter befindet sich die am 13. November 2025 entstandene Tageshochs-umgewandelte-Unterstützung bei 54,39 USD, gefolgt vom Swing-Tief vom 21. November 2025 bei 48,64 USD. Auf der anderen Seite, wenn XAG/USD die Marke von 60,00 USD zurückerobert, ist mit einer Bewegung in Richtung des Swing-Hochs vom 6. Juli bei 63,28 USD zu rechnen. Bei weiterer Stärke wäre der nächste Widerstand bei 65,00 USD, gefolgt vom 50-Tage-SMA bei 68,01 USD.

Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.