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DAX Futures vor Entscheidung: Diese Marke wird jetzt gefährlich

Quelle Fxstreet

Die DAX Futures stehen an einem Punkt, an dem aus einer normalen Korrektur schnell ein größeres charttechnisches Problem werden könnte. Am Montagmorgen notiert der Future bei 25.463 Punkten und damit 0,35 % im Plus. Das klingt zunächst nach Entspannung. Doch der Blick auf den Chart zeigt: Entschieden ist hier noch gar nichts.

Kurzfristig bleibt das Bild angeschlagen. Gleichzeitig hält sich der DAX Future noch über einer der wichtigsten langfristigen Unterstützungen. Genau das macht die aktuelle Situation so spannend.

Die entscheidende Frage lautet jetzt: Verteidigt der Markt die Zone um 25.000 Punkte – oder fällt mit der 200-Tage-Linie eine Marke, die viele Anleger genau beobachten?

Der DAX Future notiert derzeit unter dem 20-Tage-Durchschnitt bei 25.519,7 Punkten und ebenfalls unter dem 50-Tage-Durchschnitt bei 25.929,3 Punkten. Damit bleibt der kurzfristige Trend klar unter Druck.

Noch ist aber nicht alles verloren.

Denn die 200-Tage-Linie verläuft bei 24.951,6 Punkten und liegt damit weiterhin unter dem aktuellen Kurs. Solange diese Marke hält, ist der langfristige Aufwärtstrend technisch noch nicht gebrochen.

Genau hier dürfte sich entscheiden, ob wir gerade nur eine Korrektur sehen oder ob daraus die nächste größere Abwärtsbewegung entsteht.

Der DAX Future verliert kurzfristig an Kraft

Ein Blick auf die technischen Indikatoren zeigt, warum Anleger aktuell vorsichtig bleiben sollten.

Der MACD liegt bei minus 140,79 Punkten und damit unter seiner Signallinie von minus 135,19 Punkten. Das spricht weiterhin für negatives Momentum und zeigt, dass die Verkäufer kurzfristig noch nicht verschwunden sind.

Auch der RSI liefert bislang kein besonders starkes Gegensignal. Mit 44,75 Punkten liegt er unterhalb der neutralen Marke von 50.

Das bedeutet: Der Verkaufsdruck ist vorhanden, gleichzeitig ist der Markt aber noch nicht stark überverkauft.

Und genau das ist wichtig.

Denn aus technischer Sicht gibt es bislang noch keinen Grund, allein wegen einer extremen Übertreibung zwingend auf eine kräftige Gegenbewegung zu setzen.

Auch bei den Bollinger-Bändern bleibt das Bild eher schwach. Das mittlere Band liegt aktuell bei rund 25.848,9 Punkten. Der DAX Future handelt damit klar darunter.

Hinzu kommt eine weiterhin hohe Schwankungsbreite.

Der Average True Range liegt bei 296,92 Punkten beziehungsweise rund 1,17 %. Größere Bewegungen innerhalb eines Handelstages wären damit alles andere als ungewöhnlich.

Die aktuelle Tageskerze unterstreicht die Unsicherheit.

Am 5. Oktober 2026 um 2:25 Uhr EDT bewegte sich der DAX Future bislang zwischen 25.336,5 und 25.480 Punkten. Die Kerze ist noch nicht abgeschlossen.

Das zeigt vor allem: Der Markt tastet sich an die wichtigen Unterstützungen heran, ohne bislang eine klare Entscheidung zu treffen.

Diese beiden Marken entscheiden jetzt alles

Für die nächsten Handelstage wird es vor allem auf zwei Bereiche ankommen.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 25.550 Punkten. Darüber wartet zwischen 25.850 und 25.929 Punkten eine deutlich wichtigere Zone.

Genau dort treffen mehrere technische Widerstände aufeinander.

Solange der DAX Future darunter bleibt, haben es die Käufer schwer, das kurzfristige Bild wieder zu drehen.

Ein Tagesschluss über 25.850 Punkten wäre deshalb ein wichtiges Signal. Damit würde sich das negative Szenario deutlich abschwächen.

Noch stärker wäre ein Anstieg über 26.665 Punkte.

Dort liegt das markierte Swing-Hoch. Ein Ausbruch über diese Marke würde gleichzeitig die unmittelbare Gefahr eines möglichen Doppel-Tops beseitigen.

Auf der Unterseite ist die Situation mindestens genauso klar.

Die entscheidende Zone liegt zwischen 25.000 und 24.950 Punkten. Dort treffen die 200-Tage-Linie und eine wichtige strukturelle Unterstützung direkt aufeinander.

Solange dieser Bereich hält, bleibt der langfristige Trend grundsätzlich intakt.

Fällt der DAX Future dagegen per Tagesschluss unter 24.950 Punkte, würde sich das Bild deutlich verschlechtern.

Dann würde die mögliche Doppel-Top-Struktur an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig würde sich der Blick auf die tiefer liegenden Fibonacci-Unterstützungen richten.

Die nächste wichtige Abwärtszone liegt dann bei rund 24.200 Punkten.

Was passiert, wenn der DAX wieder nach unten dreht?

Für die bearishen Szenarien gibt es aktuell zwei Varianten.

Die aggressivere Möglichkeit entsteht, wenn der DAX Future im Bereich zwischen 25.550 und 25.850 Punkten erneut nach unten abgewiesen wird.

In diesem Fall würde die Widerstandszone erneut bestätigen, dass die Käufer kurzfristig nicht genügend Kraft entwickeln.

Ein möglicher Stop läge bei 25.995 Punkten. Wird diese Marke überschritten, wäre die Annahme einer erneuten Ablehnung zunehmend hinfällig.

Das Kursziel dieses Szenarios liegt bei 24.800 Punkten.

Daraus ergibt sich ein Chance-Risiko-Verhältnis von 1,68 zu 1.

Die technische Aussagekraft ist als mittel einzuschätzen. Der Hauptgrund liegt darin, dass der Kurs weiterhin unter den wichtigen kurzfristigen gleitenden Durchschnitten notiert.

Die konservativere Variante setzt dagegen auf eine echte Bestätigung.

Dafür müsste der DAX Future per Tagesschluss unter 24.950 Punkte fallen.

Dann wäre die 200-Tage-Linie gebrochen und das technische Bild deutlich schwächer.

Ein möglicher Stop läge in diesem Fall bei 25.400 Punkten. Damit würde man sich gegen einen möglichen Fehlausbruch absichern.

Das Kursziel liegt bei 24.200 Punkten.

Das Chance-Risiko-Verhältnis steigt damit auf 2,40 zu 1.

Auch hier liegt die Einschätzung bei mittlerer Sicherheit. Der Unterschied ist allerdings entscheidend: Dieses Szenario würde erst aktiv, wenn der wichtige langfristige Support tatsächlich fällt.

Wann sich das Bild wieder dreht

Trotz aller Schwäche sollten Anleger die bullishe Seite nicht abschreiben.

Die erste Chance auf eine Gegenbewegung entsteht direkt an der Unterstützungszone zwischen 24.950 und 25.000 Punkten.

Hält dieser Bereich und dreht der DAX Future dort klar nach oben, wäre eine technische Erholung möglich.

Die aggressivere Long-Variante würde einen Stop bei 24.500 Punkten vorsehen. Damit läge die Absicherung klar unterhalb der wichtigen Unterstützung.

Das Kursziel läge bei 25.800 Punkten.

Das Chance-Risiko-Verhältnis beträgt 1,88 zu 1.

Auch dieses Szenario wird mit mittlerer Sicherheit eingestuft. Das wichtigste Argument dafür ist, dass die langfristige Unterstützung bislang noch hält.

Deutlich interessanter würde die Lage aber erst bei einem Tagesschluss über 25.850 Punkten.

Dann hätte der DAX Future einen wichtigen Widerstandsbereich zurückerobert.

Für ein konservativeres bullishes Szenario läge der Stop bei 25.450 Punkten und damit unterhalb der zurückgewonnenen Widerstandszone.

Das nächste Kursziel wäre das Swing-Hoch bei 26.665 Punkten.

Das Chance-Risiko-Verhältnis würde damit auf 2,52 zu 1 steigen.

Auch dieses Szenario besitzt aktuell eine mittlere Aussagekraft. Erst wenn der Kurs tatsächlich wieder über die wichtigen gleitenden Durchschnitte und Widerstände steigt, würde sich das Chartbild nachhaltig verbessern.

DAX Futures: Genau darauf kommt es jetzt an

Am Ende lässt sich die aktuelle Situation auf zwei Marken herunterbrechen.

Hält die Zone um 24.950 Punkte und gelingt anschließend die Rückeroberung von 25.850 Punkten, spricht vieles dafür, dass die laufende Schwäche lediglich eine Korrektur innerhalb des größeren Trends ist.

Ein anschließender Ausbruch über 26.665 Punkte würde die Sorge vor einem unmittelbaren Doppel-Top zusätzlich ausräumen.

Das negative Szenario wäre das genaue Gegenteil.

Scheitert der DAX Future erneut zwischen 25.550 und 25.850 Punkten und fällt anschließend unter 24.950 Punkte, würde sich die technische Struktur deutlich verschlechtern.

Der MACD bliebe in diesem Fall der wichtigste Belastungsfaktor für das Momentum.

Genau deshalb befinden sich die DAX Futures momentan in einer echten Entscheidungszone.

Oberhalb von 25.850 Punkten würde sich das technische Bild sichtbar aufhellen. Unterhalb von 24.950 Punkten würde die Lage dagegen deutlich kritischer.

Dazwischen dürfte es zwar weiterhin größere Bewegungen geben, aber noch kein wirklich starkes Signal.

Für Anleger bedeutet das vor allem eines: Nicht jede Bewegung innerhalb dieser Zone ist bereits ein neuer Trend. Erst der Ausbruch über 25.850 oder der Bruch unter 24.950 Punkte dürfte zeigen, wohin die nächste größere Bewegung tatsächlich geht.

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