Die Erzeugerpreisinflation in den Vereinigten Staaten (US) kühlt sich im Juli stärker als erwartet ab und liefert damit weitere Hinweise darauf, dass sich der Inflationsdruck nach den am Mittwoch veröffentlichten Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) allmählich abschwächt.
Der US-Erzeugerpreisindex (EPI) blieb im Juli auf Monatsbasis unverändert, nachdem er im Juni revidiert um 0,1% gefallen war. Die Märkte hatten einen Anstieg der Erzeugerpreise um 0,2% erwartet.
Auf Jahresbasis stieg der EPI im Juli um 4,7%, verlangsamte sich damit deutlich gegenüber 5,5% im Juni und blieb unter dem von Ökonomen erwarteten Anstieg von 4,9%.
Auch der zugrunde liegende Inflationsdruck lässt nach. Der Kern-EPI, der volatilere Komponenten ausschließt, stieg im Juli auf Monatsbasis um 0,2% und damit nach revidiert 0,4% im Juni sowie unter dem Marktkonsens von 0,3%. Auf Jahresbasis verlangsamte sich der Kern-EPI von 4,7% auf 4,2% und entsprach damit den Erwartungen.
Insgesamt untermauert der schwächer als erwartete Bericht zur Erzeugerpreisinflation das disinflationäre Signal, das die VPI-Zahlen vom Mittwoch geliefert hatten. Die Kombination aus nachlassendem Druck bei Verbraucher- und Erzeugerpreisen könnte die Erwartungen stärken, dass sich die Inflation in den USA in eine Richtung bewegt, die kurzfristige geldpolitische Zinspausen der Federal Reserve (Fed) begünstigt.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollars (USD) gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, steht nach der Veröffentlichung weiter unter Druck, verliert am Donnerstag 0,04% und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 99,93.
Der vom Bureau of Labor Statistics des US-Arbeitsministeriums veröffentlichte Erzeugerpreisindex (PPI) misst die durchschnittlichen Preisveränderungen in den primären Märkten der USA, die von Produzenten in allen Verarbeitungsstufen erhoben werden. Veränderungen im PPI gelten weithin als Indikator für die Entwicklung der Rohstoffinflation. Allgemein wird ein hoher Wert als positiv (bzw. bullisch) für den USD angesehen, während ein niedriger Wert als negativ (bzw. bärisch) gewertet wird.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Do Aug. 13, 2026 12:30
Häufigkeit: Monatlich
Aktuell: 4.7%
Prognose: 4.9%
Vorher: 5.5%
Quelle: US Bureau of Labor Statistics
Der Erzeugerpreisindex welcher durch das Präsidium für Arbeitskostenstatistik veröffentlicht wird, misst die durchschnittliche Preisveränderung von Rohstoffen, welche von den US-Produzenten gekauft wurden. Beim Kern PPI werden Nahrungsmittel und Energiepreise nicht mit einkalkuliert. Änderungen am PPI gelten als ein Indikator in Bezug auf die Inflation der Rohstoffpreise. Generell ist ein hoher Wert positiv (oder bullish) für den USD, während eine niedrigere Lesung sich negativ (oder bearish) auswirkt.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Do Aug. 13, 2026 12:30
Häufigkeit: Monatlich
Aktuell: 4.2%
Prognose: 4.2%
Vorher: 4.7%
Quelle: US Bureau of Labor Statistics