Der US-Dollar (USD) hat den Pullback vom Mittwoch ausgeweitet, ist auf Mehrtagestiefs zurückgefallen und unter seinen wichtigen 200-Tage-SMA gefallen. Das deutliche Retracement folgte fast ausschließlich auf zunehmende Marktspekulationen über eine bevorstehende Zinserhöhung durch die BoJ und rückte anhaltende geopolitische Sorgen sowie die Vorsicht vor den NFP-Daten in den Hintergrund.
Der US-Dollar-Index (DXY) hat seine Verluste vom Vortag ausgeweitet und die Unterstützung bei 99,00 nach unten durchbrochen, wobei er zugleich seinen bedeutenden 200-Tage-SMA hinter sich ließ. Die Nonfarm Payrolls werden zum Wochenschluss das unbestritten wichtigste Ereignis sein, gefolgt von der Arbeitslosenquote und den Daten zur Lohninflation.
EUR/USD hat deutliche Gewinne verzeichnet, die Marke von 1,1600 überschritten und ein Vier-Tageshoch erreicht, stets gestützt durch die ausgeprägte Schwäche des Dollars. Zunächst stehen die Auftragseingänge der deutschen Industrie an, gefolgt vom S&P Global Bau-EMI sowohl für Deutschland als auch für die Eurozone und schließlich den Einzelhandelsumsätzen im Euroraum.
GBP/USD hat es geschafft, den Bereich um 1,3550 zurückzuerobern, ein Zweitageshoch zu erreichen und zwei aufeinanderfolgende Verlusttage hinter sich zu lassen. Der S&P Global Bau-EMI wird zusammen mit der Umfrage des BoE Decision Maker Panel (DMP) veröffentlicht.
USD/JPY ist angesichts steigender Wetten auf eine Zinserhöhung der BoJ bei ihrer nächsten Sitzung auf Niveaus abgestürzt, die zuletzt Anfang August nahe 155,00 gesehen wurden (wie steht es mit FX-Interventionen?). Die Daten zu den Haushaltsausgaben beschließen den japanischen Datenkalender, gefolgt von den vorläufigen zusammenfallenden und vorlaufenden Wirtschaftsindizes.
AUD/USD hat den Anstieg vom Mittwoch ausgeweitet, die wichtige Hürde bei 0,7200 leicht überschritten und angesichts des zunehmenden Abwärtstrends beim US-Dollar mehrwöchige Hochs getestet. Die nächste Veröffentlichung im australischen Kalender wird der von Westpac verfolgte Verbrauchervertrauensindex sowie Daten zum Wohnungsmarkt sein, die alle am 8. September anstehen.
Ein weiterer Tag, ein weiterer Anstieg der WTI-Preise. Tatsächlich überschritt der Rohstoff erstmals seit Ende Juli die Marke von 93,00 USD pro Barrel, weiterhin gestützt durch eskalierende Spannungen an der US-Iran-Hormus-Front und den deutlichen Ausverkauf des Greenback.
Gold hat seine Erholung vom Mittwoch ausgeweitet und die wichtige Marke von 4.500 USD pro Feinunze nach oben durchbrochen, gestützt durch das starke Retracement des US-Dollars. Der zusätzliche Anstieg des gelben Metalls folgte zudem sinkenden Renditen von US-Staatsanleihen entlang der gesamten Kurve sowie anhaltender Nervosität im Nahen Osten.