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Dow-Jones-Futures geben trotz nachlassender Erwartungen an Zinserhöhungen der Fed nach

Quelle Fxstreet
  • Dow-Jones-Futures fallen, da schwächer als erwartete Wirtschaftsdaten die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve verschoben haben.
  • CME FedWatch Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im nächsten Monat auf 30,6% gesunken ist.
  • Händler warten auf wichtige Einzelhandelsergebnisse, darunter Home Depot, Lowe’s und Walmart, sowie auf das Fed-Sitzungsprotokoll vom Mittwoch.

Die Dow-Jones-Futures geben um 0,12% nach und notieren während der europäischen Handelsstunden am Montag bei rund 53.740. Unterdessen legen die S&P-500-Futures zu, bewegen sich um 7.820, und die Nasdaq-100-Futures steigen um 0,5% und handeln nahe 30.290.

Die US-Aktienfutures liefern gemischte Ergebnisse, da schwächer als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten aus der Vorwoche die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) verschoben haben. Vom US Census Bureau veröffentlichte Daten zeigten, dass die Einzelhandelsumsätze im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,6% gesunken sind, womit der Anstieg von 0,2% im Juni umgekehrt wurde und die Markterwartungen eines Wachstums von 0,1% verfehlt wurden. Auf Jahresbasis stiegen die Einzelhandelsumsätze im Juli um 5,0% und markierten damit eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem im Vormonat verzeichneten Anstieg von 6,8%.

Händler haben ihre Erwartungen an kurzfristige Zinserhöhungen der Federal Reserve deutlich zurückgeschraubt. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Finanzmärkte derzeit nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 30,6% für eine Zinserhöhung im nächsten Monat ein, was einen deutlichen Rückgang gegenüber der noch vor einer Woche geschätzten Wahrscheinlichkeit von 52,2% darstellt.

Goolsbee verweist auf bessere Inflationsdaten, bleibt beim Fed-Ton aber vorsichtig hawkish

Fed-Mitglied Goolsbee sendete eine ungewöhnlich zurückhaltende Botschaft, wobei der FXS Speechtracker-Score von 4,6/10 unter dem historischen Durchschnitt von 6,8/10 lag und im Vergleich zum etablierten Baseline-Niveau auf eine stärker dovishe Tendenz hindeutete. Die Betonung von "ein wenig besseren" Inflationsdaten und die Ansicht, dass Zölle und Öl weitgehend einmalige Treiber waren, deuten auf wachsendes Vertrauen hin, dass der Preisdruck bei anhaltenden jüngsten Trends wieder in Richtung 2% zurückkehren kann. Gleichzeitig hält die Beschreibung der US-Wirtschaft als "stabil" die Federal Reserve eher auf Geduld als auf einen unmittelbaren Kurswechsel ausgerichtet, was das unmittelbare Abwärtspotenzial für den Dollar begrenzt.

Der FXS Fed Sentiment Index fiel um 2,36 Punkte auf 134,61 und signalisiert damit nach dem Interview einen leichten Rückgang der wahrgenommenen Hawkishness. Trotz des Rückgangs bleibt der Index mit einem Wert deutlich über 100 klar im hawkishen Bereich und unterstreicht, dass die geldpolitischen Erwartungen weiterhin auf restriktive Bedingungen ausgerichtet sind, wenn auch mit etwas weniger Schärfe als es das historische Baseline-Niveau des FXS Speechtracker nahelegt.

Mit Blick nach vorn stellen sich Anleger auf eine relativ ruhige Woche an der Makrofront ein und richten ihren Fokus stattdessen auf Ergebnisberichte großer US-Einzelhändler, um neue Hinweise auf die Lage der Verbraucher zu erhalten. Home Depot wird am Dienstag berichten, gefolgt von Lowe's am Mittwoch und Walmart am Donnerstag. Anleger werden außerdem das für Mittwoch angesetzte jüngste Sitzungsprotokoll der Federal Reserve genau prüfen, um weitere Hinweise zur Geldpolitik zu erhalten.

Dow Jones - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.

Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.

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