Dow-Jones-Futures fallen während der europäischen Handelsstunden am Montag um 0,15% auf nahe 53.500. Unterdessen geben die S&P 500-Futures um 0,12% nach und notieren nahe 7.710, während die Nasdaq-100-Futures um 0,05% zulegen und bei rund 29.500 gehandelt werden.
Die Marktstimmung ist vorsichtig, da die Ölpreise nach Aussagen der Islamischen Revolutionsgarde Irans (IRGC) stark ansteigen, wonach ein abtrünniger Supertanker in der Straße von Hormus Feuer gefangen habe, nachdem er entlang des südlichen Durchgangs der Wasserstraße zwei Seeminen getroffen habe. IRGC-Vertreter erklärten, das Schiff habe versucht, die Meerenge illegal zu durchqueren, gaben eine scharfe Warnung aus und bekräftigten, dass sich der gesamte Schiffsverkehr bei der Navigation in dem Gebiet strikt an die iranischen Vorschriften halten müsse.
US-Aktienfutures bleiben uneinheitlich, da Händler den Ausblick für die Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) bewerten. Der Chefökonom von Goldman Sachs, Jan Hatzius, bekräftigte seine Prognose, dass die Fed die Zinsen im September unverändert lassen wird. Hatzius merkte an, dass Fed-Chef Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Symposium zwar hawkishe Äußerungen gemacht habe, diese Worte jedoch kaum eine sofortige Zinserhöhung auslösen dürften, sofern die CPI- und PPI-Berichte für August keinen unerwarteten Inflationssprung zeigen, ein Szenario, das Goldman Sachs für unwahrscheinlich hält.
Fed-Chef Warsh hielt an einer vorsichtigen Haltung zur Geldpolitik fest und betonte, dass die Zentralbanker noch Arbeit vor sich hätten, um sicherzustellen, dass der Kostendruck für die Amerikaner nachlässt. Er hob hervor, dass die Fed klare Belege dafür brauche, dass sich die zugrunde liegende Inflation rasch ihrem Ziel nähert, bevor sie den Sieg erklären könne, und ließ damit die Tür für eine mögliche Straffung der Geldpolitik offen, falls sich die künftigen Inflationsdaten nicht wie erwartet abkühlen.
Analysten der Rabobank warnen, dass das derzeitige Inflationsumfeld fragiler sein könnte, als es scheint, und betonen, dass "solche Regime sich selten allmählich ändern; sie neigen dazu, sich plötzlich zu verschieben." Die Bank fügt hinzu, dass jede Bewegung hin zu einem neuen Inflations- oder Politikregime "etwas Großes erfordern würde", und unterstreicht damit das Risiko, dass ein großer Schock den Ausblick rasch verändern könnte, anstatt dass sich Märkte und Entscheidungsträger im Laufe der Zeit langsam anpassen.
Angetrieben von der starken Dynamik bei Technologiewerten steuert Wall Street auf einen positiven Abschluss des Augusts zu. Anleger richten ihr Augenmerk auf den später in dieser Woche anstehenden Arbeitsmarktbericht für August, um wichtige Hinweise auf die allgemeine Verfassung der US-Wirtschaft zu erhalten. Auf Unternehmensseite werden die Marktteilnehmer die wichtigen Ergebnisveröffentlichungen von Tech-Schwergewichten, darunter Broadcom und Dell Technologies, genau verfolgen.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.